Die "TeraDisc" holt zum Schlag aus

11. September 2007, 12:19
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Entwickler wollen bereits Prototypen erstellt haben - Vor allem Archive könnten stark davon profitieren, in etwa 3 Jahren

Im Kampf um die Ablöse der DVD argumentieren beide Lager Blu-ray und HD-DVD lauthals, weshalb gerade ihre Technologie die neue Generation der hochauflösenden Medien für sich vereinnahmen wird. Während die Vertreter von Blu-ray den Vorteil des größeren Speicherplatzes hervorheben, betonen die Verfechter von HD-DVD die geringeren Herstellungskosten.

Tera

Abseits dieses mittlerweile zum Marketing-Hick-Hack ausgearteten "Für und Widers" der Medien-Giganten, berichtet nun das Branchenportal tech.co.uk von einer israelischen Firma namens Mempile, die nach eigenen Angaben eine optische Disk mit satten 1.000 Gigabyte Speichervolumen in der Entwicklung haben will. Diese "TeraDisc" hat die Größe einer konventionellen DVD und fasst rund 20 Dual-Layer-Blu-rays zu je 50 GB.

Schichtweise

Wie die Entwickler erklären, soll das enorme Fassungsvermögen mithilfe von 200 5-GB großen Einzelschichten möglich gemacht werden. Die Daten werden dabei wie bei einer DVD mit einem roten Laser ausgelesen und geschrieben. Prototypen würden dank diesem Verfahren bereits 800 GB fassen können, die Terabyte-Hürde soll jedoch noch vor dem nächsten Schritt, dem Einsatz von blauem Laser, genommen werden. Durch den Einsatz von blauem Laser sollen dann gar 5 Terabyte erreicht werden.

Archiv

Bislang scheinen die Ziele recht hoch gesteckt und die Tatsache, dass nicht einer der großen Konzerne hinter dieser Entwicklung steckt überraschend. Doch sollten die Pläne des Unternehmens umgesetzt werden, könnten vor allem Archive von den Discs profitieren.

Denn die ersten TeraDiscs sollen eine Lebensdauer von 50 Jahren haben, sagt Marketing-Chefin Beth Erez und weist darauf hin, dass die Datenträger bereits in zwei bis drei Jahren auf den Markt kommen könnten. (red)

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