Torrentspy: Große Bittorrentseite blockt US-Zugriffe

11. Jänner 2008, 18:14
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"Unsichere Rechtslage" erzwingt das Aus in den USA - Weigerung IP-Adressen mitzuloggen als Ausgangspunkt

Dass die Rechtslagen in Bezug auf den Download von kopiergeschütztem Material und die Rechte der Privatsphäre weltweit äußerst unterschiedlich sind, hat in der Vergangenheit regelmäßig zu schwierigen Situationen geführt. Was in einem Land verboten ist, muss dies nicht zwangsläufig in einem anderen sein, eine Erfahrung, die auch die Musikindustrie selbst im Kampf gegen Piratebay und Co. machen musste.

Konsequent

Dass sich dabei gerade die USA mit regelmäßigen Gesetzesverschärfungen hervortun, ist zwar auch keine sonderlich neue Erkenntnis, zum ersten Mal hat aber nun eine große Bittorrent direkte Konsequenzen daraus gezogen: Torrentspy hat damit begonnen Zugriffe auf die eigenen Seite aus den USA zu blocken.

Unsicherheiten

In einer Stellungnahme heißt es, dass man sich zu diesem Schritt durch die "unsichere Rechtslage" in Bezug auf die Privatsphöre in den USA gezwungen sieht. Auch die offenbaren Unterschiede zwischen der EU- und US-Situation streicht man als entscheidenden Punkt heraus.

Vorgeschichte

Dem vorangegangen war der Versuch der MPAA, der Vereinigung der US-Filmindustrie, Torrentspy zum Mitloggen aller Aktionen der eigenen BenutzerInnen zu zwingen. Ein Begehren, dem sich Torrentspy bis heute geweigert hat nachzukommen. (red)

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