Das Office von Apple kann jetzt auch die Plutimikation

9. Jänner 2008, 11:45
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iWork enthält neben der Textverarbeitung Pages und der Präsentationssoftware Keynote jetzt auch erstmals eine Software für die Tabellenkalkulation

Das kleine Office-Paket von Apple ist erheblich größer geworden: iWork enthält neben der Textverarbeitung Pages und der Präsentationssoftware Keynote jetzt auch erstmals eine Software für die Tabellenkalkulation.

Insgesamt werden mehr als 150 mathematische, logische und statistische Funktionen bereitgestellt

Beim Start bietet Numbers 17 Vorlagen an für so unterschiedliche Zwecke wie ein Haushaltsbudget, eine Rentabilitätsanalyse oder zur Verwaltung der Schulnoten - damit hat Pippi Langstrumpf auch die Plutimikation im Griff. Sie muss nur wissen, dass die dafür erforderliche Funktion "Produkt" heißt. Insgesamt werden mehr als 150 mathematische, logische und statistische Funktionen bereitgestellt. Dazu gehört etwa die Konfidenz einer Stichprobe oder der Wahrscheinlichkeitsbereich von Werten.

Sichtbar gemacht werden die Daten mit Diagrammen, für die es 17 verschiedenen Typen gibt. Die Schaubilder lassen sich sehr viel bequemer anpassen, als dies etwa in Microsoft Excel möglich ist. Skalen, Beschriftungen, Farben von Füllungen und Linien sowie die Gesamtgröße können direkt bearbeitet werden, indem man sie mit der Maus anklickt oder verschiebt.

Problemlos

A propos Excel - diese Dokumente werden meist problemlos geöffnet, und zwar sowohl im Format der Excel-Versionen 97 bis 2003 als auch im neuen xlsx-Format von Excel 2007. Damit beherrscht iWork also bereits das neue "Open XML" von Microsoft - zumindest beim Öffnen von Dateien. In der Gegenrichtung speichert Numbers das Dokument im alten Excel-Format ab.

Formeln von Numbers

Microsoft Excel kommt damit gut zurecht und übernimmt auch die Formeln von Numbers. Mehrere Zahlenbereiche einer Seite werden aber unter Umständen auf unterschiedlichen Excel-Arbeitsblättern abgelegt. Wenn bestimmte Formatierungen beim Excel-Import oder -Export nicht unterstützt werden, zeigt Numbers dies in einem Fehlerbericht an. Auch mit den in einem Excel-Dokument eingebetteten Makros kann Numbers nichts anfangen. An weiteren Exportformaten bietet Numbers auch PDF und das universelle CSV an, bei dem allerdings nur die nackten Zahlenwerte ohne Formatierungen erhalten bleiben.

Numbers speichert seine Tabellen in Dateien mit der Erweiterung .numbers ab - leider nicht im Open Document Format (ODF) für den direkten Austausch in diesem Standard. Hinter der Datei mit der Endung .numbers verbirgt sich ähnlich wie bei ODF und Open XML ein Paket aus mehreren Dateien, darunter auch einer zentralen XML-Datei.

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Die Textverarbeitung Pages wurde in der neuen Version überarbeitet. Neben der Layout-Ansicht mit den Kästen für die Seitengröße wird jetzt auch eine Ansicht mit dem reinen Text bereitgestellt. Nützlich ist das besonders beim Überarbeiten von fremden Texten. Dafür stellt Pages jetzt die Funktion "Änderungen protokollieren" bereit. In der eingeblendeten Kommentarleiste werden alle Eingriffe in den Text vermerkt, zusammen mit Schaltflächen, um Änderungen zu akzeptieren oder abzulehnen. Diese Anmerkungen werden auch beim Export ins Microsoft-Word-Format übernommen, so dass die direkte Zusammenarbeit mit Nutzern dieser Software möglich wird.

Export

Keynote schließlich bringt eine Reihe neuer Effekte und Animationen auf den Bildschirm. Grafische Objekte können so in Bewegung gesetzt werden, dass sie einem vom Anwender vorgegebenen Pfad folgen. Und bei Fotos kann man mit einem Mausklick den Hintergrund entfernen, um ein Motiv besonders plastisch zu präsentieren. Die fertigen Präsentationen lassen sich ins Format von Microsoft Powerpoint exportieren. Darüber hinaus ist es auch möglich, die Multimedia-Kreationen im Flash-Format von Adobe zu speichern und als Film auf den iPod zu bringen.

Integrationspaket

Zu den praktischen Vorteilen der iWork-Anwendungen gehört die Integration mit anderen Mac-Programmen. So kann man mit der Maus Bilder und Grafiken aus der iPhoto-Datenbank auf das Arbeitsblatt ziehen. Ebenso einfach geht das mit Adressen aus dem Mac-Adressbuch oder mit Terminen aus iCal. Und bei der Erstellung einer Präsentation mit Keynote kann man die Musik aus iTunes verwenden.

iWork '08 ist im Unterschied zur Multimedia-Suite iLife nicht beim Kauf eines neuen Macs mit dabei, sondern wird für 79 Euro verkauft. Das Programm benötigt das Betriebssystem MacOS 10.4.10, mindestens 512 MB Arbeitsspeicher und ein Gigabyte freien Platz auf der Festplatte. (APA/AP)

  • Apple-Chef Steve Jobs bei der Vorstellung von iWork 2008

    Apple-Chef Steve Jobs bei der Vorstellung von iWork 2008

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