Skype: Windows-Update trägt die Verantwortung für Troubles

21. April 2008, 11:31
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Ungewöhnlich viele gleichzeitige Rechner-Neustarts lösten zweitägigen Zusammenbruch des VoIP-Services aus - Gezielte Attacke wird ausgeschlossen

Lange ließen die EntwicklerInnen der Skype-Software die BenutzerInnen des Service über die Ursachen des zweitägigen Fast-Total-Ausfalls des VoIP-Netzwerkes im Dunkeln. Der knappe Hinweis auf einen "Fehler im Algorithmus der Skype-Netzwerksoftware" ist aber zumindest aufgrund seiner eigenwilligen Formulierung für eine fixe Aufnahme in die IT-Geschichte prädestiniert.

Auslöser

Nun hat man sich dann doch noch zu einer etwas weniger nebulösen Erklärung entschlossen. Laut einer Stellungnahme des Unternehmens sollen niemand anderer als die BenutzerInnen selbst bzw. Microsoft die Probleme ausgelöst haben - wenn auch unabsichtlich.

Windows

Ursache des Crashs war eine Kettenreaktion nach einem automatischen Windows-Update. Dieses Update forderte einen Neustart des Computers. Anschließend versuchte die Skype-Software, den Nutzer wieder am Server anzumelden. "Dies verursachte eine Flut von Log-In-Requests, die eine Kettenreaktion mit kritischer Wirkung auslöste", erklärte Skype-Mitarbeiter Villu Arak im Blog des Unternehmens. Die Probleme begannen am Donnerstag und waren erst am Wochenende wieder völlig beseitigt. Skype entschuldigte sich ausdrücklich bei den Nutzern: "Wir wissen, wie schwierig und frustrierend die vergangenen beide Tage waren."

Kein Angriff

Explizit ausschließen können man hingegen, dass der Zusammenbruch des Services aufgrund von gezielten Angriffen erfolgt sei, wie in den letzten Tagen spekuliert wurde. Die Sicherheit der BenutzerInnendaten sei nie in Gefahr gewesen, heißt es. (red)

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