
Dezentral
Eigentlich sollte die dezentrale Struktur von Skype - als P2P-Netzwerk setzt man auf die Internet-Anbindungen der eigenen BenutzerInnen - solche Probleme verunmöglichen. Das Problem scheint aber nun bei den sogenannten Supernodes zu liegen, die für die Weiterleitung der Daten zuständig sind. Möglicherweise könne das Problem aber auch länger andauern, sagte Skype-Sicherheitschef Kurt Sauer der "New York Times". Die Störung sei von einer einzigartigen Kette von Ereignissen verursacht worden, "und die genaue Entwicklung ist noch nicht völlig verstanden worden".
Bug
Unklar ist bisher allerdings noch, warum der Fehler ausgerechnet jetzt zum Tragen kommt. Laut den BetreiberInnen habe der Bug, der den Zusammenbruch ausgelöst hat, bereits seit Jahren in den Skype-Software existiert. Eine Theorie sei, dass ein Zusammenhang mit allgemeinen Problemen mit den Internet Backbones in manchen Regionen der Welt bestehen könnte.
Update
Wie lang es dauert, bis die Probleme endgültig beseitigt sind, konnte man am Donnerstag abend noch nicht fix zusagen. Laut der Heartbeat-Seite von Skype scheint sich die Situation in den letzten Stunden aber zumindest verbessert zu haben. "Das bedeutet noch lange nicht, dass wir aus dem Gröbsten heraus sind, aber es sieht besser aus als gestern", so eine Stellungsnahme im Skype-Blog.
Verwundbarkeit
Der Vorfall demonstriert die Verletzlichkeit der Skype-Netzwerkes, an dem mittlerweile immerhin 220 Millionen BenutzerInnen teilnehmen. Darunter auch einige Unternehmen, die mittlerweile traditionelle Telefonanlagen mit dem Internettelefonieangebot ersetzt haben.
Kritik
Kritik in Blogs und Foren kommt derzeit vor allem von Klein- und Mittelbetrieben (KMU), die auf die Zuverlässigkeit vertraut haben, und nun mit Problemen bei der Abwicklung ihrer Geschäfte konfrontiert sind.
Heftigen Unmut hat auch die Kommunikationspolitik des Unternehmens hervorgerufen. In den Startlöchern scharrt jedenfalls bereits die Konkurrenz: Zahlreiche Anbieter werben gezielt in Foren, um ihr Internettelefonie-Angebot zumindest als Zweitsystem in Stellung zu bringen. (red)
interessantes verhalten. wenn skype sich nicht direkt authentifizieren kann, probiert es die letzten 200 peers durch. angenommen in der firma sind 50 mitarbeiter die skype laufen haben, macht das 10.000 connections. dies führt dazu dass das NAT/Firewall kapituliert und andere wichtige packete droppen anfängt (zb. mail, vpn-tunnel, telebanking ....)
ähnliches traffic verhalten haben viren, botnetze und wenden cracker an die ein netzwerk kaputt machen wollen.
somit ist leicht erkennbar welcher Schmarrn so ein digitales Netz ist, da kann man das alte analoge System nur in den höchsten Tönen loben.
Viel Spass mit dem neuen digitalen Behördenfunk, deren Ausfälle werden so MANCHEN Freude bereiten, dem Staat aber nur mit Mehrkosten belasten.
ja, genau. festnetze brechen halt nicht zusammen, weil es zu wenig anschluesse gibt. d.h. im endeffekt kannst du in katastrophensituationen auch nicht telefonieren, weil einfach eine schlange, sagen wir von 100 leuten, vor dir steht und auch telefonieren will. nur ist halt das festnetz in 100% der faellen ueberlasst (=es gibt zu wenig telefone) und digitale netze nur zu einem bruchteil davon.
laut dem ZID der uni wien ist es sowieso ein wunder, dass skype so lange durchgehalten hat. durch den aufbau des systems ist es jedenfalls fast unmöglich festzustellen, wo der fehler liegt... tja. denken vor dem entwickeln.
für die, die zeit haben: netter artikel: http://comment.univie.ac.at/06-2/27/
immer eine gute idee, aber was hat das mit diesem vorfall zu tun?
daß sich skype aus der sicht eines netzwerkadmins ungezogen verhält ist unbestritten. der ansatz kann schon noch mal ordentlich in die hose gehen, aber auch das ist hier nicht geschehen.
was genau ist der vorwurf? daß skype closed source ist?
geh immer noch davon aus, daß durch das letzte windows-update eine schwachstelle im skype client aufgetreten ist (der dann bswp. versucht, sich immer wieder einzuloggen, oder dergleichen) und man das versucht hat, serverseitig in den griff zu bekommen.
eine andere theorie ist eine dos ähnliche attacke, die per endlosschleift skype mit gewissen params aufruft, die jeweils einen anruf tätigen...
ich hatte ein windows update, und seitdem funktioniert kein skype sowie auch meine internetverbindung (mit laptop im wlan-netzwerk)nicht mehr.
der laptop zeigt mir eine tadellose verbindung an, und wenn ich den iexplorer öffne geht gar nichts.
dann erzählt er mir, dass ich nur eingeschränkten zugang habe, oder dass mir das netzwerk keine adresse zugewiesen hat, obwohl ich eine hab.
kann mir jemand weiterhelfen.
bin im ausland und brauch dringend internet zugang
danke im voraus
PS: hab auch schon versucht den computer an einen früheren zeitpunkt wiederherzustellen, (1 Tag vor dem w-update) da hat auf einmal mein anti-viren programm nicht mehr funktioniert.
es wurde angezeigt das nicht alle komponenten installiert sind.
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