Gekaufte Links - Google muss handeln

Redaktion
22. Jänner 2008, 13:30

Manipulation durch Link-Handel erlebt einen neuen Boom - Google setzt erste Schritte

Die Methode, die eigene Webseite durch gekaufte Links bei Suchmaschinen populärer zu machen, hat in den vergangenen Monaten einen Schub erfahren. "Google ist nun zum Handeln gezwungen", meint Christian Mauer, Geschäftsführer des auf Suchmaschinenoptimierung spezialisierten Unternehmens Sumo, im Interview mit pressetext. Im Zentrum des Interesses steht, wie man gegen diese gekauften Links vorgehen soll und welche Änderungen in der Webseitenbewertung die Suchmaschinen durchführen müssen.

Populär

Der Erfolg der gekauften Links fußt auf der Linkpopularität - die Methode, die durch Google groß geworden ist und eigentlich zuverlässig die Relevanz einer Webseite darstellt. "Die Linkpopularität einer Website ist der wichtigste Faktor für eine gute Platzierung bei Suchmaschinen. Sie gibt an, wie viele Links von extern auf eine Website verweisen", erläutert Mauer. Der große Einfluss der "Linkpop" verleitet Webmaster allerdings leicht, durch gekaufte Links und andere Tricks die eigene Popularität zu steigern.

Die Linkpopularität wird außerdem nicht nur durch die Anzahl der Links beeinflusst, sondern auch durch die Qualität der verweisenden Seite. Links aus dem thematischen Umfeld einer Website werden höher bewertet als branchenfremde. Sehr wertvoll sind Links von vertrauenswürdigen Seiten wie Nachrichtenportalen oder Websites von öffentlichen Einrichtungen. "Gerade Universitätsseiten sind hier sehr gefragt, da sie üblicherweise sehr wenige Links enthalten und daher von der Relevanz her hoch eingestuft sind", sagt Mauer. Hier ist in den letzten Monaten ein reger Handel entstanden, auf den sich Firmen bereits spezialisiert haben. Dagegen müssen Suchmaschinen nun vorgehen, von Seiten Googles seien schon Schritte in die richtige Richtung zu beobachten, meint Mauer.

Vorgeschichte

Findige IT-Techniker versuchten bereits in der Vergangenheit, die Linkpopularität zu eigenem Vorteil zu manipulieren. So entstanden bereits vor einigen Jahren Linkfarmen mit Websites, die nur aus Hyperlinks bestehen und die Popularität der Zielseiten erhöhen sollen. Google habe jedoch inzwischen seinen Suchroboter so programmiert, dass er Linkfarmen ignoriert, weiß Mauer. Ein weiterer Trick waren Einträge in Weblogs. Diese galten lange Zeit als vertrauenswürdig, bis unseriöse Programmierer Software einsetzten, die massenhaft Blog-Kommentare mit Links erzeugen. "Nach unserer Beobachtung haben Weblogs durch diesen Link-Spam ihre hohe Relevanz für die Linkpopularität einbüßen müssen", meint Mauer.

Melden

Der Suchmaschinenriese ruft bereits dazu auf, Websites mit bezahlten Links zu melden. Zur Diskussion steht zudem eine Überarbeitung des Algorithmus. "Eine Abkehr von der Linkpopularität ist allerdings nicht zu erwarten. Es ist einfach ein zu wichtiges Kriterium zur Bewertung einer Seite", erläutert Mauer. Allerdings ist der Experte davon überzeugt, dass gekaufte Links schon bald ohne Einfluss auf die Popularität einer Seite sein werden. "Man muss sich bewusst sein, dass Unternehmen, die sich auf den Handel mit bezahlten Links spezialisieren, mit einem Bein im 'Google-Knast' stehen. Ihre Vertragspartner werden zudem bald merken, dass die Relevanz ihrer eigenen Seite darunter leiden wird, wenn sie Platz für Links verkaufen", mahnt Mauer. (pte)

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auf Suchmaschinenoptimierung spezialisierten Unternehmens Sumo

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1 Posting
seit es adsense von google gibt ist das einrichten von links sowieso laecherlich, google bewertet die eingerichteten links hat aber offensichtlich noch nicht begriffen das niemand der adsense -auch ein google produkt-

ernsthaft betreibt und das sind zig millionen keinen grund sehen kann links zu generieren denn die leute sollen die adsense links clicken und nicht durch andere links von der website verschwinden. das verfahren ist typisch fuer google, das eine produkt hat nie eine relation zum anderen, ausser vielleicht adsense zu adwords. im uebrigen nimmt das resultat der irrelevanz von google suchergebnissen dramatisch zu und zwar fuer alle etwas exotische sachen wo ein wenigstens minimales generales verstaendtniss sein sollte. wenn man google auf irgendetwas hinweist meinen die leute ..unser suchalgorithmus ist dafuer zustaendig, da kann man nichts machen. wenn man denen dann sage das diese software ja vom menschen programmiert wird hoehrt man nichts

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