Gnome feiert seinen zehnten Geburtstag

20. September 2007, 11:41
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Projekt wurde am 15. August 1997 ins Leben gerufen - Mittlerweile hat man entdeckt was die Anwender wirklich wollen

Die beiden mexikanischen Programmierer von GNU - Miguel de Icaza und Federico Mena - gelten als Väter des Gnome-Projekts. Dabei ist es allerdings schwierig festzustellen wann die Software tatsächlich geboren wurde, denn Pläne und Ideen entstanden bereits vor dem Beginn des Projekts. Daher nehmen wir einfach den 15. August 1997.

GTK+ mit gutem Grund

An dem besagten tag wurde von den Gründern des Projektes eine Email ausgesandt in der man Interessierte über die Absichten des Programms informierte. Man wolle ein Toolkit erschaffen das komplett frei war und daher lizenztechnisch ohne Bedenken weiter gereicht werden konnte. Aus diesem Grund entschied man sich für GTK+, welches bei GIMP entwickelt wurde. Unter anderem bot dieses den Vorteil, dass Applikationen auch in alternativen Sprachen geschrieben werden konnte.

Sawfish wird zum Windows-Manager

Mitte 1999 war es dann endlich soweit, Gnome 1.0 stand zum Download bereit. Das Projekt hatte eine erste stabile Version der Software geschaffen. Trotzdem hatte das Toolkit noch mit zahlreichen Fehlern zu kämpfen welche größtenteils durch das Update 1.0.53 beseitigt wurden. Die Versionen 1.2 und 1.4, letztere erschien im Jahr 2001, brachten erstmals größere Neuerungen mit sich. Es wurde beispielsweise der Webbrowser Nautilus implementiert, Sawfish wurde zum offiziellen Windows-Manager von Gnome.

Gnome der Zukunft

Ein erweitertes Konzept präsentierten die Programmierer am 27. Juni 2002 mit Gnome 2.0. Zum ersten Mal wurde GTK+ 2 als Bibliothek genutzt, auch ein erneuertes Konfigurationssystem war nun wesentlicher Bestandteil der Entwicklung. Verbesserte APIs und eine komplette Internationalisierung wurden letztendlich zu den bahnbrechenden Features der Software.

Keine Runderneuerung geplant

Die aktuelle Version von Gnome trägt die Nummer 2.18 und wurde mithilfe der Vorgänger etwa unter Solaris zum Standard-Desktop. Des Weiteren tummelt sich im Internet seit geraumer Zeit das Gerücht rund um eine Kompletterneuerung der Infrastruktur in Gnome 3.0. Dies wurde nun allerdings offiziell dementiert, man habe bemerkt, dass es sinnvoller sei regelmäßige Updates nachzureichen als sich an eine komplette Überarbeitung zu setzen. (red)

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Gnome 2.18

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    screenshot: derstandard.at
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