Energiekosten treiben "Grüne IT" - Energieeffizienz auch in Ausschreibungen immer öfter berücksichtigt
Die Diskussion rund um das Thema "Klimaveränderung"
sorgt auch im IT-Umfeld für einige neue Ankündigungen. Dabei handelt
es sich allerdings zumeist um bereits bekannte Technologien und
Dienstleistungen, die nun unter dem Mantel "Klimaschutz" neu
angepriesen werden.
Nichts Neues
Dabei ist die umweltschonende Fertigung und der Betrieb von
IT-Systemen keine Neuigkeit, welche die Unternehmen erst seit Kurzem
betreiben. So wies etwa Steve Sams, IBM Vice President of Site &
Facilities Services in einem Pressegespräch darauf hin, dass Big Blue
bereits seit Jahrzehnten regelmäßig Auszeichnungen für seine
Umweltschutzaktivitäten erhält. Und Michael Väth, Senior Vice
President & General Manager EMEA Hitachi Data Systems, führte in
einem Gespräch mit der APA aus, dass für Hitachi Data Systems das
Thema Green IT kein Modewort, sondern seit den 70er Jahren, Teil der
gelebten Unternehmensphilosophie sei.
Ein Muss
Dass IT-Anbieter "grüne" Lösungen mittlerweile im Angebot haben
müssen, zeigt eine von Hitachi Data Systems (HDS) in Auftrag
gegebenen Studie. Laut dieser beginnen 33 Prozent der europäischen
IT-Entscheider, "grün" als ein Kriterium bei ihren IT-Ausschreibungen
in Erwägung zu ziehen. Für 17 Prozent der befragten Unternehmen sind
die Kosten für Stromverbrauch und Kühlung bereits so wichtig, dass
sie diese Punkte in den Kriterienkatalog bei Ausschreibungen
aufgenommen haben.
Virtuell
"Grüne IT" bedeutet bei den meisten Lösungsanbietern eine Form von
Hardware-Virtualisierung. So will etwa HDS mit seiner Universal
Storage Platform V Speicherplatz durch Virtualisierung soweit
einsparen, dass bis zu 50% der Energiekosten eingespart werden
können. IBM zeigt die Möglichkeiten der Virtualisierung, indem das
Unternehmen 3.900 eigene Server auf etwa 30 Großrechner mit
virtuellen Linuxservern konsolidiert und so bis zu 80 Prozent der
Energiekosten spart.
Dienstleistungen
Zusätzlich zu den Hardwareangeboten bieten zahlreiche Unternehmen
auch Dienstleistungen rund um das Thema "Energieeffizienz" an. So
etwa HP mit ihren "Thermal Assessment Services". Mittels einer
thermische Zonenkarte des Rechenzentrums lässt sich überprüfen, an
welchen Stellen des Zentrums die Klimaanlage wie stark kühlt, um
diese anschließend zu optimieren. (apa)