19 Postämter sperren zu

10. September 2007, 12:39
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Bei der Österreichischen Post stehen nun jene Postämter vor der Schließung, die zuletzt unter Beobachtung standen und nicht kostendeckend sind

Bei der Österreichischen Post stehen 19 Postämter vor der Schließung. Derzeit laufen Gespräche mit den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden. Kann keine Alternative in Form von Poststellen bei Lokalversorgern gefunden werden, dann bekommen diese Orte einen Landzusteller. Betroffen sind laut Post durch die Bank Ämter, die nur mehr mit einem Postler besetzt sind.

Die Post hat bereits Kontakt mit den Gemeinden aufgenommen und muss nun aufgrund der Universaldienstverordnung drei Monate gemeinsam mit den Bürgermeistern nach Alternativen wie Postpartner suchen. Gibt es keine Lösung, dann darf zugesperrt werden. Postler werden keine entlassen, versicherte Post-Sprecher Michael Homola heute.

Handel steht als Postpartner bereit

Die Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer hat sich heute einmal mehr als Postpartner angeboten. "Der Handel steht zur Schaffung zusätzlicher Postpartnerschaften Gewehr bei Fuß", hieß es am Dienstag in einer Aussendung. Spartenobmann Erich Lemler verwies auf die bisherigen "rund 200 gut funktionierenden Postpartnerschaften in ganz Österreich".

Unter Beobachtung

Die 19 betroffenen Poststellen sind Teil der 47 Postämter, die nach zähen Verhandlungen bei der letzten Schließungswelle doch nicht zugesperrt, sondern für zwei Jahre unter Beobachtung gestellt wurden. Ursprünglich war ein Zeitraum von einem Jahr vorgesehen. Demnach seien die 19 Ämter bis heute nicht kostendeckend zu führen gewesen, so die Post.

Noch am 9. August 2007 meinte Post-Chef Anton Wais jedoch, dass über die 47 Postämter nicht nach Kostenfaktoren, sondern nach Wettbewerbsüberlegungen entschieden wird. Die Post hatte vor den Schließungswellen nach dem Jahrtausendwechsel rund 2.300 Postämter, die um rund 1.000 reduziert wurden. Sie wurden entweder durch Postpartner bzw. Postservicestellen (in der Regel Nahversorger) oder Landzusteller ersetzt. (APA)

  • Die 19 betroffenen Poststellen sind Teil der 47 Postämter, die nach zähen Verhandlungen bei der letzten Schließungswelle doch nicht zugesperrt, sondern für zwei Jahre unter Beobachtung gestellt wurden.
    foto: standard/newald

    Die 19 betroffenen Poststellen sind Teil der 47 Postämter, die nach zähen Verhandlungen bei der letzten Schließungswelle doch nicht zugesperrt, sondern für zwei Jahre unter Beobachtung gestellt wurden.

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