Ärger über Italien

23. Oktober 2007, 09:01
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Bahnhöfe, Flughäfen und Schiffshäfen sorgen in Italien für Ärger und Unmut bei Urlaubern. Italien verliert an Wettbewerbsfähigkeit

Rom - Verspätungen, verloren gegangenes Gepäck und annullierte Flüge machen heuer Urlaubern in Italien das Leben schwer. Mehr als 60.000 Reisende haben seit Sommerbeginn über Unannehmlichkeiten und Betrügereien geklagt, berichteten italienische Medien. Fünf-Sterne-Hotels erweisen sich oft als Finte, und Flugscheine werden nicht anerkannt. Auch mangelhafte Dienstleistungen an Bahnhöfen, Flughäfen und Schiffshäfen machen das Urlauben in Italien zu einer Qual.

Deshalb verlangen die italienischen Verbraucherverbände nun von der Regierung einen "Notdienst", den man bei gravierenden Problemen kontaktieren kann. Sie fordern außerdem die Einrichtung einer Behörde, die sich der Anliegen der um die Gegenleistung gebrachten Bürger annimmt. Man zahle für Leistungen, die keine Leistungen seien. Diese Tradition müsse radikal geändert werden, sagte ein Sprecher des italienischen Konsumentenschutzverbands Codacons.

Italien verliert als Touristenland immer mehr an Wettbewerbsfähigkeit, warnen italienische Medien. Im "Travel and Tourism Competitives-Index", der die Wettbewerbsfähigkeit der Länder im Tourismusbereich misst, ist Italien auf Platz 33 gefallen. An der Spitze stehen die Schweiz, Österreich und Deutschland. Aber auch Länder wie Kroatien, Spanien und Griechenland schneiden besser als Italien ab. (APA)

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    Italien gibt Urlaubern Anlass zu Beschwerden.

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