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So hoch hinaus, dass man die Gipfel der Radstätter Tauern überblickt, geht`s bei dieser Tour nicht.

Die Franz-Fischer-Hütte.
vergrößern 500x308Allein die „Umrandung“ der Franz-Fischer-Hütte – mit Mosermandl, Faulkogel, Rothorn und Wildkarhöhe – schlägt den Wanderer in ihren Bann, die Jakoberalm gilt als eine der idyllischesten Matten der Niederen Tauern; der Zaunersee nahe der Schutzhütte fügt sich harmonisch in diese Traumregion ein, er wird aber noch vom Essersee übertroffen, den keine Fantasie idealer hätte platzieren können.
Den Wanderer erwartet eine heile alpine Pflanzenwelt mit besonderen Exemplaren der verschiedenen Enzianarten. Der Steinadler ist häufiger Gast in der Region, weitere Juwelen der Vogelwelt sind Uhu, Blausterniges Rotkehlchen und Mauerläufer, der seine Pracht erst im Flug entfaltet. Angeblich sind dort an die 300 Schmetterlingsarten beheimatet. Schutzmaßnahmen sorgen dafür, dass die Vielfalt der Region erhalten bleibt. Mit dem Auto darf das Riedingtal nur bis zur Schliereralm befahren werden, dann bringt einen der Tälerbus zum Ausgangspunkt der Wanderung. Die Wanderung bietet keine Schwierigkeiten, zumal sie zwei Stützpunkte aufweist. Auch wenn man weit unter dem Gipfel des Mosermandl bleibt – der Scheitelpunkt der Route liegt beim Essersee auf 2087 m Höhe –, mindert das nichts an der Attraktivität der Wanderung. Schon der relativ kurze Anstieg zur Franz-Fischer-Hütte vermittelt einen guten Eindruck von diesem schönen Fleck des Lungaus.
Die Route: Von Zederhaus an der Tauernautobahn fährt man ins Riedingtal bis zur Schliereralm und lässt sich dann zum Beginn des Aufstiegs vom Tälerbus bringen. Auf einem Fahrweg erreicht man in 1¼ Stunden den Zaunersee und das Schutzhaus. Der rot markierte Steig führt dann durch weitläufiges Gelände hinauf zum Essersee und nach einem kurzen steilen Abstieg über Almflächen auf einen Rücken – mit Abzweigung des Pfades zum Mosermandl – weiter hinab zur Jakoberalm. Gehzeit ab Franz-Fischer-Hütte 1¾ Stunden.
Nun kann man entweder über die Almstraße zum Ausgangspunkt absteigen; oder besser für die Rückkehr den Steig wählen, der nahe der Sepplalm in die Straße einmündet, auf der es zur Schliereralm geht. Gehzeit ab Jakoberalm 1¼ Stunden. (Bernd Orfer/Der Standard/Printausgabe/4./5.8.2007)
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