Neues Fernsehsiegel ist wenig hilfreich - Viele Fernseher akzeptieren das Original-Kinoformat
mit 24 Bildern pro Sekunde (24p) nicht
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Funkausstellung
IFA wird das "HD ready"-Logo voraussichtlich
erweitert. Doch die Kriterien für einen "Full HD ready"-
Flachbildfernseher geben den Kunden keine umfassende
Hilfestellung beim Kauf. Das zuständige Industriekonsortium
hat sich nicht auf technische Standards einigen können,
die ruckelnde Bilder in HD-Filmen verhindern, so das
Computermagazin c't in der aktuellen Ausgabe.
Das Problem: Viele Fernseher akzeptieren das Original-Kinoformat
mit 24 Bildern pro Sekunde (24p) nicht
Wer Kinofilme in HD-Qualität anschauen möchte, greift
zu einem Blu-ray- oder HD-DVD-Player. Tatsächlich bekommt
man hochaufgelöste und detailreiche Bilder zu sehen, bei
Kameraschwenks trüben aber teilweise starke Ruckler den
Filmgenuss. Viele Geräte schaffen es etwa nicht, in der
HD-Fassung von "Ice Age 2" einen langsamen Kameraschwenk
von Tierkind zu Tierkind flüssig darzustellen.
Das Problem: Viele Fernseher akzeptieren das Original-Kinoformat
mit 24 Bildern pro Sekunde (24p) nicht. Das neue Logo
"Full HD ready" soll den Kunden zukünftig garantieren,
dass zumindest ihr neuer Full-HD-Fernseher die 24p-Technik
beherrscht. "Doch genau hier versagt das neue Siegel",
erläutert c't-Redakteur Nico Jurran. "Die Anforderungen
an die 24p-Verarbeitung in Fernsehern und Projektoren sind
so unspezifisch, dass die Hersteller eine optimale, aber
aufwendige Lösung umgehen können." So garantiert das neue
Siegel nur, dass ein Gerät ein 24p-Signal entgegennehmen
kann, nicht aber eine flüssige Wiedergabe.
Trotz vollmundiger
Werbeaussagen
Der c't-Test zeigt, dass die Bandbreite der qualitativen
Umsetzung von 24p-Verarbeitung groß ist. Einige Fernseher
sind heute bereits in der Lage, Kinofilme praktisch vollkommen
flüssig wiederzugeben, während andere trotz vollmundiger
Werbeaussagen hässliche Ruckler produzieren.(red)