Mobilkom bekämpft Wechsel der Stadt Wien zu T-Mobile vor Gericht

1. Oktober 2007, 11:40
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7.400 Rathaus-Mitarbeiter ab 10. September unter der Vorwahl "0676" erreichbar

Mitarbeiter der Stadt Wien sind derzeit intensiv damit beschäftigt, ihre neuen Handy-Telefonnummern zu kommunizieren. Statt "0664" lautet die Vorwahl der Diensthandys schon bald "0676". Der Wechsel von A1 zu T-Mobile beschäftigt jetzt aber auch den Verfassungsgerichtshof, wie die Tageszeitung "Die Presse" am Donnerstag berichtet. Die Mobilkom hat dort eine Prüfung der Auftragsvergabe beantragt.

Ob "etwas nicht in Ordnung gewesen ist"

Geprüft wird demnach, ob bei der Vergabe "etwas nicht in Ordnung gewesen ist". Nähere Informationen zu dem Verfahren dürfen jedoch nicht erteilt werden, betonte eine VfGH-Sprecherin am Donnerstag gegenüber der APA. Eine Entscheidung könnte noch in diesem Jahr fallen.

Keine Auskunft

Laut "Presse" gab es auch vonseiten der Mobilkom keine Auskunft - mit Verweis auf das laufende Verfahren. Kolportiert wird jedoch, dass der Hauptvorwurf der Mobilkom darin besteht, dass T-Mobile "unterpreisig" angeboten habe. In der zuständigen Magistratsabteilung wird dem jedoch widersprochen.

Die Stadt Wien hat im Juni den Wechsel des Betreibers bekanntgegeben. Ab 10. September 2007 sind 7.400 Rathaus-Mitarbeiter bei T-Mobile Austria unter Vertrag. Die Stadt begründete den Wechsel mit geringeren Kosten. Man erspare sich damit über den Zeitraum von vier Jahren rund 4 Mio. Euro, hieß es.

Neuvergabe

Die Mobilkom bekämpfte die Neuvergabe auch beim unabhängigen Vergabekontrollsenat. Der Senat hat dem Unternehmen jedoch bereits im Februar eine Abfuhr erteilt.(APA)

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