Glawischnig mit Kindergeld unzufrieden

31. Juli 2007, 13:13
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Ihre Vorstellung formuliert sie folgenderweise: "Kürzer, höher und vor allem mehr Anreiz für Väter"

Wien - Eva Glawischnig, die stellvertretende Bundessprecherin der Grünen, hat am Dienstag erneut die Einführung eines einkommensabhängigen Kindergeldes als eine Art "Versicherung" gefordert. "Kürzer, höher und vor allem mehr Anreiz für Väter", lautete ihr Wunsch bei einer Pressekonferenz. Zur geplanten Novellierung des Kindergeldes meinte sie: "Der große Wurf, den wir brauchen, ist das nicht - und wir wollen einen großen Wurf."

Immer noch mehr Frauen in Karenz

Glawischnig kritisierte auch das derzeitige Verhältnis zwischen Frauen- und Familienministerium. Diese würden nur streiten, aber keine Weichen für die Zukunft stellen. Bisher gebe es noch immer keine partnerschaftliche Gleichstellung - das heißt, es würden noch immer wesentlich mehr Frauen als Männer in Karenz gehen. Durch die derzeitige Politik würden diese "Barrieren im Kopf", die verhinderten, dass Männer vermehrt zu Hause bleiben, noch verstärkt werden. "Das neue Kindergeld ist zwar ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, doch man bleibt auf halber Strecke stehen", bemängelte Glawischnig.

Realismus für Väter

Sie forderte abermals ein einkommensabhängiges Kindergeld: Dann würden auch Väter animiert werden, in Karenz zu gehen." Die Grünen wollen, dass das Kindergeld 80 Prozent des letzten Einkommens beträgt. Für Menschen ohne Einkommen solle es Kindergeld in der Höhe von 730 Euro geben. "Die Laufzeit ist zwar kürzer aber man erhält mehr Geld", so Glawischnig, die nach wie vor glaubt, dass sich die Situation beim Kindergeld auch nach der Novellierung nicht ändern werde. Vor allem bei der Zuverdienstgrenze hat die Grüne Vize-Chefin Bedenken: "Das Chaos ist vorprogrammiert." (APA)

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    Eva Glawischnig wartet auf den "großen Wurf"...
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