Wiedereinstieg mit Gehalteinbußen

31. Juli 2007, 12:40
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Frauenministerin: Je später die Rückkehr in den Job, umso niedriger das Einkommen

Wien - Frauenministerin Bures beklagt finanzielle Einbußen von Frauen, die nach dem Bezug des Kindergeldes wieder in den Beruf einsteigen. "Frauen müssen beim Wiedereinstieg oft niedrigere Gehaltseinstufungen hinnehmen", schreibt Bures in der Beantwortung einer Dringlichen Anfrage der Grünen Abgeordneten Weinzinger.

Als eine Ursache dafür nennt sie, dass viele Frauen versuchen, neben dem Kindergeldbezug wieder einzusteigen und lieber Gehaltseinbußen hinnehmen, als die Zuverdienstgrenze zu überschreiten. Dieses Problem werde durch die Anhebung der Zuverdienstgrenze von 14.600 auf 16.200 Euro "abgefedert", findet Bures Positives am Gesetzesentwurf von Familienministerin Kdolsky.

Die Frauenministerin weist auch darauf hin, dass das Gehalt beim Wiedereinstieg umso niedriger ist, je später die Frauen wieder in Beruf einsteigen. Die Frauenministerin geht aber davon aus, dass mit der geplanten Flexibilisierung, wonach man dann nicht nur insgesamt 36 Monate lang 436 Euro, sondern auch 18 Monate lang 800 Euro beziehen können wird, gegengesteuert und die Berufsunterbrechungen kürzer gehalten werden können.

Rückkehr seit Kindergeld später

Seit der Einführung des Kindergeldes kehren die Frauen später in den Beruf zurück. Beim alten Karenzgeld sind 42 Prozent der Bezieherinnen im zweiten Jahr wieder eingestiegen, beim Kindergeld nur 19 Prozent. Grundsätzlich gelte, so Bures: "Je länger die Absenz, umso schwieriger der Wiedereinstieg ins Berufsleben. Frauen schöpfen vielfach deshalb die volle Zeit aus, um im aktuellen System kein Kinderbetreuungsgeld zu verlieren, bleiben daher dem Beruf fern und können dann nur noch schwer am Arbeitsmarkt Fuß fassen." Bures hofft aber, dass sich auch das mit der Neuregelung des Kindergeldes mit 1. Jänner verbessern werde. (APA)

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