Raab "schäumt" erneut: Wieder Konflikt zwischen Ungarn und Österreich

31. Juli 2007, 18:07
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Umweltminister Gabor Fodor erinnert an Informationspflicht der Alpenrepublik

Der Umweltkonflikt wegen der Raab-Verschmutzung der Raab durch Schaumbildung im österreichisch-ungarischen Grenzgebiet geht weiter, berichtete am Dienstag die ungarische Tageszeitung "Nepszabadsag". Der Fluss würde nach Instandhaltungsmaßnahmen der Jennersdorfer Lederfabrik erneut "schäumen".

Umweltminister Gabor Fodor kritisierte die österreichische Seite, weil Ungarn nicht über die erneute Verschmutzung informiert wurde. Dazu sei das Nachbarland im Sinne des gemeinsamen Aktionsprogrammes verpflichtet, das Josef Pröll mit seinem ungarischen Ressortkollegen jüngst unterzeichnet hatte. (APA)

Hintergrund
Mit dem Aktionsprogramm sollte der Streit um die Verschmutzungen der Raab entschärft werden. Dabei geht es um strengere Auflagen für den Gewässerschutz. Auf österreichischer Seite sollten sowohl die Grenzwerte der Abwasseremissions-Verordnung für Gerbereien verschärft als auch eine dritte Reinigungsstufe bei den Gerbereien vorbereitet werden. Weiters sollen die Salzbelastung des Raab-Lafnitz-Systems gesenkt sowie ein Renaturierungsprojekt für Raab umgesetzt werden.
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