Tour noir

31. Juli 2007, 10:27
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Die ÖVP radelt durch Österreich

Wenn Sie in diesen Tagen auf Österreichs Landstraßen einem Pulk Radfahrer mit einem Ex-Bundeskanzler an der Spitze begegnen, nehmen Sie bitte eine positive innere Grundhaltung ein. Die ÖVP radelt vom Boden- bis zum Neusiedler See, sagt sie, um "die Herausforderungen und Bedrohungen im Zuge des Klimawandels ernst zu nehmen. Es gibt ganz konkrete Antworten, was jede und jeder Einzelne von uns tun kann, um die persönliche Klimabilanz ins Positive zu drehen." Das könne man, so Wolfgang Schüssel, indem man die Standby-Funktion bei Elektrogeräten ausschaltet.

Ein wertvoller Tipp, den man z. B. von Bundeskanzler Gusenbauer nicht gehört hatte, als dieser durchs Burgenland radelte. Denn Radeln ist der neue Ausdruck einer Symbol-Politik, die dem Klimawandel ziemlich hilflos gegenübersteht, aber signalisieren will, dass sie nicht untätig bleibt. Ob das im österreichischen Wahlvolk, das eine emotionale Bindung ans Auto hat, massenweises Konvertieren zum Radfahren auslösen wird, ist ungewiss.

Beruhigend hingegen die Versicherung des ÖVP-Pressedienstes, die schwarzen Radler auf ihrer Tour noir würden nur durch "natürliche österreichische Lebensmittel 'gedopt'".

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