Nostalgie funktioniert: Das Auto ist ein Roboter

26. September 2007, 15:00
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Die Reproduktions- maschinerie ist jetzt mit dem Kinofilm "Transformers" bei den Fernsehcomics der 1980er-Jahre angelangt

Nostalgie funktioniert. Realverfilmungen von Serien und Comics, die die Kindheit der Konsumentenmassen prägten, sind zum fixen Leinwandthema geworden. Nach Kinoerneuerungen aller namhaften Comic-Superhelden, nach Auffrischungen der "Addams Familiy", der "Flintstones" (die Originalserie wird ab Montag 13.00 im ORF wiederholt), "Lucky Luke" und "Asterix" ist die Reproduktionsmaschinerie mit dem Kinofilm "Transformers" bei den Fernsehcomics der 1980er-Jahre angelangt.

Die "Transformers" waren Teil der Star Wars nachfolgenden Science-Fiction-Welle, die das "Heidi"- und "Nils Holgersson"-geprägte Kinderprogramm revolutionierte. Bekannteste Ausprägung war wohl "Captain Future", die Serie entstand noch Ende der 70er und war auch im ORF präsent.

Die "Transformers"-Idee - außerirdische Roboter, die sich in Kampfjets und Lastwagen verwandeln und mit ihren Kräften die Erde bedrohen oder beschützen - entrinnt als Kinofilm eben nur aufgrund des Nostalgiefaktors der vollkommenen Absurdität. An den US-Kinokassen spielte der Streifen ein Traumergebnis ein, diesseits des Atlantiks werden sich ebenfalls ein paar Leute finden, die gerne zurückdenken.

Sogar Citroën greift in TV-Spots die Idee auf, um die Macht der Kindheitserinnerungen zu nutzen. Denn wer Mitte der 80er die "Transformers" sah, ist jetzt im Alter, in dem er ein Auto braucht. Wer noch mehr in Nostalgie baden will, findet übrigens bei YouTube Parodien des Spots mit einem Citroën 2CV (die "Ente") und einem Fiat Uno. (pum/DER STANDARD; Printausgabe, 30.7.2007)

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