Nach der Flut kommt wieder Regen

29. Juli 2007, 20:29
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Menschen kehren in ihre Häuser in den Krisengebieten zurück - Müllberge und Vandalen machen Probleme

London - In den Hochwassergebieten von Großbritannien haben nach der Flutkatastrophe die Aufräumarbeiten begonnen. In den am schlimmsten betroffenen Grafschaften Gloucestershire und Worcestershire im Südwesten Englands kehrten viele Menschen am Freitag in ihre Häuser zurück. Auch in Oxford konnten die in einem Fußballstadion untergebrachten Menschen wieder nach Hause.

Prinz Charles und seine Frau Camilla sowie Prinzessin Anne besuchten am Freitag Flutopfer und Helfer in der Region. Für das Wochenende sagten Meteorologen erneut heftige Regenfälle an, die örtlich zu kleineren Überschwemmungen führen könnten.

Spärliches Trinkwasser

Die Verwaltung von Gloucestershire beziffert die Schadenshöhe allein für die Verwüstungen auf den Straßen mit 25 Millionen Pfund (37 Millionen Euro). Die Wasserversorgung der Menschen blieb das dringendste Problem. In rund 10.000 Haushalten in der Stadt Tewkesbury in Gloucestershire sei zwar inzwischen wieder Wasser zum Waschen und zum Spülen der Toilette vorhanden, aber die Trinkwasserversorgung bliebe unterbrochen, sagte ein Sprecher des Versorgers Severn Trent. Insgesamt seien davon noch etwa 300.000 Menschen betroffen.

Mit dem Nachfüllen der Wassertanks hatte es Probleme gegeben, und mancherorts urinierten Vandalen in die Behälter. Die Polizei riet, nur aus versiegelten Tanks Wasser zu zapfen. Armeeangehörige verteilen seit Wochenbeginn rund fünf Millionen Wasserflaschen täglich, und viele Ortschaften sitzen inzwischen auf einem Berg von Plastikflaschen und anderem Müll, der unbedingt beseitigt werden müsse, berichtete der Sender BBC.

Infektionsgefahr

Die Gesundheitsbehörde warnte erneut vor Kontakt mit dem Flutwasser. Nach einer Woche seien in dem stehenden Wasser Keime vorhanden, die Magen- und Darmkrankheiten auslösen könnten. Die Polizei mahnte zur Vorsicht bei den Aufräumarbeiten: Ein Mann und sein Sohn waren am Vortag am Qualm von zwei Benzinpumpen erstickt, mit denen sie Flutwasser aus einem Rugby-Club pumpen wollten. (APA/dpa)

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