Katharina Wagner reagiert selbstkritisch

27. Juli 2007, 14:44
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"Mit manchen Sachen bin ich noch unzufrieden. Sicher wird einiges verändert werden."

Bayreuth - Selbstkritisch zeigt sich Regisseurin Katharina Wagner nach ihrer Bayreuther "Meistersinger"-Inszenierung: "Es gibt musikalisch und szenisch einiges zu verbessern", sagte sie am Freitag auf der Versammlung der Mäzenatengesellschaft "Freunde von Bayreuth". "Mit manchen Sachen bin ich noch unzufrieden. Sicher wird einiges verändert werden."

Die 29-jährige Tochter und mögliche Nachfolgerin von Festspielchef Wolfgang Wagner hatte am Mittwoch mit "Die Meistersinger von Nürnberg" ihr Regiedebüt im Bayreuther Festspielhaus gegeben. "Es lag ein extremer Druck auf dieser Premiere", sagte sie. "Für die Nervosität, die wir alle hatten, haben wir es extrem gut durchgestanden."

Wagner verteidigte ihre moderne Interpretation gegen Kritiker aus den Reihen der Mäzene, die ihr mangelnde Werktreue vorwarfen. Für sie ende ein Stück nicht mit dem Schlussstrich des Komponisten, sagte sie. Man müsse bei einer Inszenierung auch politische und gesellschaftliche Entwicklungen sowie die Rezeptionsgeschichte einbeziehen. "Ich nehme Richard Wagner extrem ernst", sagte sie über ihren Urgroßvater. (APA/dpa)

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