China: Sklavenarbeit nimmt weiter zu

29. Juli 2007, 20:19
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Mangel an wirksamen Gesetzen - Auch sexueller Missbrauch im Steigen

Sklavenarbeit in China nimmt wegen Gesetzeslücken weiter zu Englischsprachige Zeitung "China Daily" fordert gesetzliche Maßnahmen Peking - In China nehmen Sklavenarbeit und sexueller Missbrauch mangels wirksamer Gesetze weiter zu. Die wachsende Zahl entsprechender Fälle zeige, "dass unsere herkömmlichen Mittel gegen diese abscheulichen Verbrechen grundlegend überarbeitet werden müssen", hieß es am Freitag in einem Leitartikel der staatlichen englischsprachigen Zeitung "China Daily".

Derzeit gibt es laut dem Leitartikel lediglich Gesetze zur Verfolgung von Menschenhandel, jedoch keine gesetzliche Handhabung gegen Sklavenarbeit und sexuelle Ausbeutung. "Das ist eine schreckliche Lücke, die sofortige Ausbesserung erfordert", hieß es weiter. Ein Mitarbeiter des Ministeriums für öffentliche Sicherheit sagte der Zeitung, der Polizei würden jährlich rund 3000 Verschleppungen von Frauen oder Kindern gemeldet. Die tatsächliche Opferzahl sei aber sicherlich weitaus höher.

Der Menschenhandel mit Männern und männlichen Jugendlichen werde bisher gar nicht strafrechtlich geahndet, sagte der Ministeriumsmitarbeiter weiter. Im Juni waren nach Polizeiangaben 576 Menschen in Shanxi und in der Nachbarprovinz Henan befreit worden, unter ihnen 41 Kinder und dutzende geistig Behinderte. Sie hatten in Ziegeleien und illegalen Bergwerken arbeiten müssen und waren in schlechter körperlicher Verfassung. (APA/AFP)

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