Microsoft verstärkt Open Source-Bestrebungen

20. September 2007, 11:47
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Eigene Lizenzen offizielle bei der Open Source Initiative zur Zertifizierung eingereicht - Eigene Webseite gestartet

Jenseits der starken Worte von Steve Ballmer ist bei Microsoft im Hintergrund in den letzten Monaten zunehmend eine pragmatischere - und offenere - Haltung gegenüber Open Source zu vernehmen. Einer der dafür stellvertretend steht, ist Bill Hilf, General Manager für Plattformstrategie beim Softwarekonzern. Kein Wunder: vor seiner Beschäftigung bei den Redmondern war er unter anderem mit dem Linux-Business von IBM betraut.

Absegnung

In einer Keynote auf der Open Source Convention (OSCON) in Portland, hat der Microsoft-Manager nun zwei Neuerungen angekündigt, die den Brückenschlag zwischen dem eigenen Unternehmen und der Open Source Community festigen sollen. So will Microsoft seine eigenen freien Lizenzkreationen bei der Open Source Initiative (OSI) zur Zertifizierung einreichen, um so den "offiziellen Segen" zu erhalten.

Verschwimmen

Tim O'Reilly, dessen Verlag die OSCON organisiert, sieht darin einen bedeutenden Schritt vorwärts. Würden die Lizenzen tatsächlich anerkannt - und damit die rund 650 Projekte, die das Unternehmen bisher nach eigenen Angaben als Open Source veröffentlicht hat - würde dies das Spielfeld grundlegend ändern. Es wäre in Zukunft erheblich schwieriger eine klare Trennlinie zwischen Microsoft und der Open Source Welt zu ziehen.

Webseite

Zusätzlich kündigte Hilf den Launch einer neuen Webseite an, die Microsofts Verhältnis zu Open Source erläutert und zahlreiche Informationen zur Verbindung von proprietärerer mit freier Software gibt. (apo)

  • Microsofts Bill Hilf bei seiner Keynote auf der Open Source Convention 07
    foto: james duncan davidson / o'reilly media

    Microsofts Bill Hilf bei seiner Keynote auf der Open Source Convention 07

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