Hamers Erben
Als Beispiel kann eine Geschichte dienen, die mit dem Begründer der "Germanischen Neuen Medizin", Gerd Ryke Hamer, beginnt. Hamer, der letztes Jahr aus einem französischen Gefängnis entlassen wurde, erlangte hierzulande durch den "Fall Olivia" traurige Berühmtheit. Seine "Eiserne Regel des Krebs" besagt nichts weniger, als dass Krebs ausnahmslos aus einem psychologischen Konflikt resultiert. Die Therapie, die sich daraus ableitet, ist alternativmedizinisch im schlechtesten Sinne. Sie verbietet chirurgische Eingriffe ebenso wie Strahlen- und Chemotherapie. Hamers Anhänger halten sich daran - die jährlich neuen Todesopfer sind inzwischen penibel dokumentiert. In der wissenschaftlichen medizinischen Literatur findet sich selbstverständlich keine Erwähnung von Hamers obskuren Theorien. Mit einer unrühmlichen Ausnahme: Drei "ganzheitliche" Ärzte verteidigten 2005 in einem Artikel im Scientific World Journal Hamers Arbeit. Dort verkündeten sie, dessen "Eiserne Regel" sei ein "etabliertes Prinzip der holistischen Medizin". Während der Herausgeber des Journals für den Abdruck dieses Schmarrns verbale Prügel der Fachleserschaft bezog, kämpfte einer der Autoren, Soren Ventegodt, gerade um die Wiedererlangung seiner ihm aus anderen Gründen entzogenen Approbation.
Soren Ventegodt und Ko-Autor Joav Merrick unterrichten Studierende des Masterlehrgangs "Komplementäre Gesundheitswissenschaften". Bezahlt werden sie dafür aus EU-Geldern, und veranstaltet wird der Fernlehrgang vom Grazer "Interuniversitären Kolleg für Gesundheit und Entwicklung". Dessen Vorstand ist Peter C. Endler, der seit einem Lehrauftrag an der Universität Urbino als "Univ.-Prof. (ac., Italien) a. D." auftritt. Endler ist auch ehemaliger Leiter der "Ludwig Boltzmann Forschungsstelle für niederenergetische Bioinformation", die zwar die Wirkung des "levitierten Quellwasser-Informationskonzentrats" eQwell bestätigte, aber trotz dieses Erfolges bald darauf geschlossen wurde.
Rüben gegen Aids?
In Homöopathie-Kreisen ist Endler für seine Kaulquappenversuche bekannt, in denen er nachgewiesen zu haben meint, dass das Hormon Thyroxin in der Hochpotenz D30, vom chemischen Standpunkt aus also reines Wasser, die Entwicklung von Kaulquappen verlangsamt.
Angeblich genügt es dafür bereits, die "Frequenzen" der homöopathischen Lösung auf CD zu brennen, sie in Wasser einzuspielen und dieses in einer verschlossenen Glasphiole ins Becken der Froschlarven zu hängen.
Eine weitere Lehrkraft des Interuniversitären Kollegs ist der Zahnarzt Heinz Spranger, auf dessen Namen man auf Webseiten wie "VirusMyth" und "AIDS-Kritik" stößt. Dort spekuliert Spranger über "chemische Vergiftungen" als wahre Ursache von BSE und äußert vehemente Zweifel an der von "amateurhafter Hilflosigkeit" geprägten Theorie, dass HIV die Ursache von Aids sei. Möglicherweise hat seine "Expertenmeinung" dazu beigetragen, dass er in die Aids-Kommission des südafrikanischen Präsidenten Mbeki berufen wurde, dessen Gesundheitsministerin Rote Rüben und Knoblauch gegen die tödliche Krankheit empfahl.
Im Beirat des Interuniversitären Kolleg sitzt Michael Frass, Leiter der AKH-Ambulanz "Homöopathie bei malignen Erkrankungen". Frass beschäftigt sich auch mit esoterischer Voodoo-Technik. Ein kleines Aluplättchen zum Umhängen, genannt "ATOX Bio-Computer" wandelt laut Hersteller "negative Informationen in positive" um, natürlich stromlos.
Das kuriose Ding, auf das auch Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser vertraute, soll vor "Elektrosmog" schützen, der immer wieder auch mit Krebs in Zusammenhang gebracht wird. Wie Professor Frass feststellte, erkennt der Anhänger aber auch "psychosoziale Belastungen" und "wandelt diese in eine für den Träger positive Energie um".
Nach dem sensationellen Ergebnis seiner Studie ("Fast alle Personen hatten bereits nach einigen Tagen beziehungsweise Wochen die Kraft und Energie, auch andere Maßnahmen zur Verbesserung der Stressbewältigung zu setzen") erklärte Frass in einem Vortrag "Welche Schwingungen auf unseren Organismus einwirken - Wie unser Körper damit umgeht - Wie man sich schützen kann - Was ATOX bewirkt - Wie ATOX angewendet wird." Auf Einladung von Frass durfte ein Vertreter von Atox seinen verblüfften Zuhörern im AKH auch die neueste Entwicklung präsentieren, einen "Benzinbeleber", basierend auf einer "Äthertheorie", der im Tank eines Autos auf magische Weise den Verbrauch senkt. Die zur Teilnahme an einer Studie eingeladenen Kollegen von der TU Wien lehnten dankend ab.
Kampf gegen Handys
Ein Konkurrenzprodukt aus Übersee, ebenfalls ein Anhänger zum Schutz vor bösen Handy- und Erdstrahlen, trägt den Namen "Q-Link". Großer Beliebtheit erfreut er sich in Großbritannien, wo er kürzlich Opfer von Ben Goldacres gefürchteter "Bad Science" Kolumne im Guardian wurde.
Die Q-Link-Hersteller begründen die Wirksamkeit außer mit dem üblichen quantenmystischen Brimborium auch mit dem Verweis auf angeblich wissenschaftliche Studien. Einige davon stammen aus heimischen Labors - etwa jene von Maximilian Moser von der Medizinischen Uni Graz oder die des Homöopathen und Elektrosmog-Warners Walter Glück, Leiter des "Natural Medicine" Lehrgangs der Donau-Universität Krems. Auch zwei als Mobilfunkskeptiker bekannten Professoren der Medizinischen Universität Wien werden als Studienautoren genannt.
Wilhelm Mosgöller soll eine durch den Q-Link erhöhte Resistenz von Gewebszellen gegen chemischen Stress festgestellt haben, während Michael Kundi eine statistische Analyse von Daten vornahm, die eine mit einem Doktorat des "Institute of Holistic Theology" ausgestattete Naturheilkundlerin mittels "Elektroakupunktur" ermittelt hatte.
Man solle das alles doch nicht so eng sehen, meinen manche Kollegen. Auch Professoren hätten schließlich eine Familie zu ernähren und, wie man unter Akademikern augenzwinkernd sagt, es heißt schließlich Gutachten, nicht Schlechtachten. Tatsache ist jedenfalls, dass sich mit solchen Dingen keine Bioethikkommission befasst - höchstens hin und wieder ein Zeitungskommentar. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27. Juli 2007)
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Grundsätzlich nehme ich an, dass wir alle nur in einer „physikalischen“ Welt leben, und daher für alle Naturwissenschaften die selben Gesetzmäßigkeiten, ihr hierarchischer und widerspruchsfreier Aufbau gilt. Wissenschaftlich Naturforschen heißt, kraft der gefundenen (natur)wissenschaftlichen Grundgesetze die Natur erklären, verstehen und sicher eintreffende Vorhersagen machen zu können. Außerhalb dieses Systems zu arbeiten, oder naturwissenschaftliche Erkenntnisse nur nach Belieben gelten zu lassen, ist nicht möglich und unwissenschaftlich. Gängigste Ausrede der Scharlatane um krause Theorien zu rechtfertigen ist es daher mit "das wird noch bewiesen werden" und "nicht alles läßt sich beweisen" zu argumentieren. So wird Betrug salonfähig!
und nur weil die Theorie nicht bewiesen werden kann, heißt es nicht, dass sie falsch ist. Schon gar nicht wenn die Emoirie etwas anderes nahelegt. Erst bei der Ignoranz von Ergebnissen und von Nicht-Erklätbarem fängt es an unwissenschaftlich zu werden.
So ist das Eintreffen von Ereignissen eben absolut unwahrscheinlich, sprich unmöglich, die der herrschenden 4 Kräfte-Lehre total widersprechen, die das Fundament unserer Naturwissenschaft ist. Mit diesem Wissen kann jeder kleine Ingenieur die Funktionstüchtigkeit einer Maschine vorweg feststellen. Er braucht nicht weiter im Detail nachprüfen, ob eine Maschine funktioniert oder eine Theorie schlüssig ist, wenn z.B. in Summe weniger Energie dem System zugeführt als abgegeben wird. Das ist eben der Witz der Wissenschaft. Nochmals: Gängigste Ausrede der Scharlatane um krause Theorien zu rechtfertigen ist es daher mit "das wird noch bewiesen werden" und "nicht alles läßt sich beweisen" zu argumentieren. So wird Betrug salonfähig!
Dieser Grundsatz hilft heute schon vielen Menschen, während Sie sich noch Gedanken darüber machen, ob es theoretisch überhaupt möglich ist.
Damit halte ich mich gar nicht erst auf. Dazu habe ich schon viel zu oft die positiven Ergebnisse der Homöopathie gesehen. Und seien es alles "Scharlatane" gewesen, haben sie doch mitgeholfen, zu heilen.
Und z.B. einem Schmerzpatienten ist es letzenendes egal, wer ihn heilt. Hauptsache die Schmerzen hören endlich auf. Die Zeit darüber zu philosophieren, ob es sich jetzt um Scharlatanerie handelt oder nicht, nimmt er sich sicher nicht. Er hat einen ergebnisorientierten Zugang, keinen theoretischen.
Ein trauriges Kapitel der Homöopathie ist die Begleitung von Sterbenskranken. Alternative Behandlungswünsche nach dem Motto „hilft’s nix so schadt’s nix“ erfordern keinen Erklärungsaufwand. Den Ruf, doch noch heilen zu können, überhört die Homöopathie nicht. Es gibt keine aussichtlosen, schädlichen und belastenden Therapien. Die oftmals unternommenen Anstrengungen, um den Angehörigen doch noch dem Tod zu entreißen, sind in jeder Hinsicht enorm. Die Aussicht auf Heilung schiebt sich zwischen Sterbenskranke und Angehörige anstelle echten seelischen Beistandes. Die Sterbenden bleiben mit ihren Nöten, Sorgen und Schmerzen allein. Und nach „Austherapieren“ wieder beim Hausarzt zurück, darf dieser nicht der Wunderhomöopath beim Sterben zusehen
Zum Belegen der Wirksamkeit verharrt die Homöopathie in der Kasuistik, dem (un)kontrollierten Aufzählen von erfolgreichen Fallbeispielen, einer Methode, die sich bei der Werbung für Haarwuchs-, Schlankheitsmitteln und Waschpulver immer noch bestens bewährt. Nicht jedoch berichtet die Kasuistik von erfolglosen Behandlungen und von den unzähligen chronischen Erkrankten, die jahrelang ihre Ausheilung mit Komplementären und Alternativem und natürlich auch mit Homöopathie versuchten, um dann doch einmal resigniert feststellen mussten, dass es umsonst war. Wer hilft diesen Menschen letztlich weiter? Selbstverständlich gibt es für wirklich alles Genesungslegenden. Fahren Sie soch nach Altötting. Funktioniert heute noch nicht nur bei Gläubigen!
Das Problem bei Placebos (wie Homöopathie) ist, dass sie nur so lange wirken, so lange sie kognitiv als "neu" klassiert werden, sprich kausal mit einer suggerierten Linderung der Beschwerden in Verbindung gebracht werden können.
Das mag für für kurzfristige Weh-Wehchen genügen (sagen wir Wetter-bedingte Kopfschmerzen oder Prüfungsangst), chronische Beschwerden punktieren jedoch das suggestive Konzept des Placebos und heben seine Wirkung somit auf.
Eine auf Suggestion aufgebaute Medizin ist archaisch, auf Dauer nicht zielführend und mitunter sogar gefährlich (Nocebo-Effekt). Eine Medizin ohne Neben,- und Wechselwirkungen ist Phantasie
Jede Diskussion mit alternativen und komplementären Scharlatanen und ihren Anhängern ist eine never ending story, denn schon Einstein stellte seinerzeit fest, dass die menschliche Dummheit und das Universum unendlich sind, aber beim Universums sei er sich nicht ganz sicher. Niemand kann Unbelehrbare belehren, denn jedes widerlegte noch so blödsinnige Argument wird sofort durch ein noch weitaus blödsinnigeres ersetzt; und irgend wann hört sich die Logik auf. Die "Wissenschaftlichkeit" der Scharlatane ist es, Begriffe aus den jeweiligen echten Naturwissenschaften zu entlehnen, umzuformen um dann mit diesen verfälschten Begriffen den Adepten zu erklären, dass sie alles besser verstünden als die versponnenen weltfremden Gelehrten .
was sein darf und was nicht.
Etablierte Med. und Wissensch. sind schon so abgehoben und Arrogant, dass sie alles was nicht aus ihren Reihen kommt ins lächerliche zieht. Für wirkliche Forschung ist somit von vornherein kein Etat zur Verfügung, denn es ist ja Scharlatanerie und damit basta.
So werden Menschen die Krebs haben mit Gift solange vollgepumpt, bis der vorzeitige qualvolle Tot eintritt. Das alles unter massivem Druck der Ärzte gegenüber Patient und deren Familie, denen man gebetsmühlenartig die Behandlung einredet, weil die Chancen so toll sind auf Genesung. Jeder, fast jeder hängt an seinem Leben und willigt in die Behandlung ein, die fast immer letal endet. Wie lange hätte der/die noch leben können um dann in Frieden zu sterben?
Lanka und Kremer bestreiten ohne theoret. Rüstzeug die HIV-Hypothese des AID-Syndroms mittels der Dusenberg-These, die Krankenhauskeim-Mutationen vermutet. Lanka u. Kremer orten aber eine pharmazeutische, semitische Weltverschwörung. Barbara Stöckl hatte die Instinktlosigkeit, die beiden zweimal ins TV einzuladen, ohne auch nur eine kritische Frage zu stellen. — NLP will NLPt (Psychotheraphie) werden: Primitive Pawlow'sche Konditionierung als harter Kern, Theorieverweigerung wie bei teutonischen Naturforschern, Erklärung des Endes empir. relevanter Forschung (Ötsch, Linz), unüberprüfbare Behauptungen von Wissenschaftlichkeit und Vermengung von Lebenshilfe und Führungspsychologie (ÖTZ-NLP), NLP-Trainer im AMS-Kursen: »leading« als Mobbing.
als wären die Pawlowschen Versuche nicht Ergebnis eines methodischen Zugangs: so ziehen Sie über alles mögliche her und scheren es über einen Kamm. Und das ganz im Sinn des im Artikel Gesagten: So man es für ganz natürlich halten kann, dass "die Kollegen von der TU" dankend ablehnen, sich an einer Studie zu beteiligen (wiss'ma eh schon vorher, dass a Schmarrn ist), und sich dennoch der Wissenschaft verpflichtet fühlt - und dabei deren nobelsten Beweggrund, die unvoreingenommene Wissbegierde zugunsten des "es kann nicht sein, was nicht sein darf" Mainstreams über Bord wirft.
Stimmt schon, dass es Scharlatane gibt, da wie dort freilich, und nicht immer leicht erkennbar. Dubiose Studien sind jedenfalls nicht Pachtgut der Pseudowissenschaften.
Ich stelle zwei Beispiele von halbweltlicher Wissenschaftseinbildungen mit verschiedenen Hintergrund vor. Mitnichten schere ich es über einen Kamm. Saugen Sie sich das aus den Fingern? Quatschen Sie mit diesen Schmarrn jemand anderen an. Ob Sie sich nun zu den Pseudo-Wissenschaften oder gar zu den Wissenschaften zählen wollen, dubios ist Ihre Wortmeldung allemal.
Wie kommen Sie überhaupt zur Behauptung, ich würde Pawlow Unwissenschaftlichkeit unterstellen? Unmißverständlich habe ich die Konditionierung als harten Kern, also das als Einzige, was an NLP funktioniert, bezeichnet. Unzureichend ist diese Konditionierung für die wirren und größenwahnsinnigen Ansprüche von NLP jedenfalls. Weshalb behaupten Sie grundlos, ich würde diese Schwachsinnigkeiten eindimensional nach dem Motto "es kann nicht sein, was nicht sein darf" behandeln? Wenn Sie an und zwischen den Grenzen wissenschaftl. Methodik forschen wollen, dann machen Sie Grundlagenforschung über Placebo. Was dann in einer Blindstudie damit an Wirkung nicht erklärbar ist, ist Wirkung der jeweiligen Methode, ob naturwissenschaftlich oder nicht.
Dieses Forum wird derzeit monopolisiert von ein paar Hardlinern eines Wissenschaftsbegriffs, der eigentlich aus dem 19. Jahrhundert stammt.
Interessant, dass weiter unter mir einer antwortet, dass Einstein "immerhin in seriösen Journalen" publiziert habe. Da sieht man schon, um welche Stammesrituale es hier geht. Es könnte nämlich durchaus sein, dass Impact-Punkte nicht realer sind als manches "alternativmedizinische" Phänomen, das hier in Grund und Boden gestampft werden soll.
Hier geht es nur um eines: Territorialität und Machterhaltung jener, die glauben, die Wissenschaft für sich gepachtet zu haben. Eher übel und ekelerregend.
ausgegeben, um eine "alternative" lösung zur schulmedizinischen "hammertherapie" zu finden. gern waren hyperthermie, chin. medizin, sogar ukrain und ozon-ins-blut-mischer bereit, mir wöchentlich alles aus dem sack zu ziehen, was drin war.
letztendlich hab ich die (von der krankenkasse bezahlte) schulmedizinische therapie durchgestanden - heute bin ich geheilt!
Wissenschaft bedeutet vielmehr einen Methode als konkrete Inhalte (nur weil eine Idee nicht aus dem 21. Jahrhundert stammt heißt nicht dass sie schlecht ist). Darin ist auch inbegriffen neue Erkenntnisse in vorhandene Theorien einzuarbeiten, bisherige Theorien durch vollständigere zu ersetzen. Die im Artikel angeführten Beispiele kamen aber nicht durch wissenschaftliche Methode zustande, sondern durch wirre Vorstellung in Kombination mit schlampiger Methode, eigentümlichen Begriffsdefinitionen und egoistischen Rechthaber- oder Besserwissergelüsten. Der Nährboden für derartige "Theorien" sind mangelnder Realitätsbezug und enttäuschte Erwartungen an etablierte Erkenntnisse.
Diesen gibt es nicht. Anfang und Ende des Artikels von U.Berger wiedmen sich diesem Thema. Die Bioethikkommission beschäftigt sich mehr theoretisch mit potentiellen Mißbrauch, aber nicht mit den täglich praktizierten Grauslichkeiten, der zuweilen tötlichen Beutelschneiderei. Es ist ja alles so liberal und demokatisch und jeder darf seine Meinung verkünden und hoffen auf staatliche Unterstützung. Keine Ethikkommission befaßt sich damit. Das Rechtsgut Geschäftemachen wiegt mehr als alles andere und die arbeiterkämmerlichen Konsumentenschützer testen Zahnbürsteln und sorgen sich um die Preiswürdigkeit von Kosmetika, die niemand kaufen braucht.
Die Datenlage für die Wirksamkeit der Akupunktur ist schlecht, also alles andere als zufriedenstellend. Darüber hinaus ist festzuhalten, dass die Akupunktur wie auch andere alternative Methoden nichts, aber auch absolut nichts beigetragen haben, unsere Kenntnis über irgend etwas inder Medzin zu erweitern. Alles was wir heute im besten Sinne des Wortes wissen und besser als jemals zuvor verstehen, alle Einblicke die wir heute zur Verfügung haben, sind ohne Mitwirken der alternativen und komplementären Szene erarbeit und erforscht worden!! In diesem Sinne ist es geradezu obszön, ständig zu hören und zu lesen, was alles mit alternativen und komplementären Methoden so einfach zu heilen und zu behandeln ist.
dass niemand bereits ist, Geld in die Hand zu nehmen, um g'scheite Studien mit alternativen Verfahren zu machen. Und falls sich z.B. einmal die Hypothese als wahr erweisen sollte, dass die Homöopathie deshalb wirkt, weil es so etwas wie strukturelle Informationsübertragung selbst in höchsten Verdünnungen (und selbst in Abwesenheit der ursprünglichen Moleküle) gibt, dann wäre das eine ziemliche Revolution des naturwissenschaftlichen Weltbildes.
Aber nicht für Sie. Immer nur schön polemisieren!
exisitert in Exeter, Leiter Prof. Edzard Ernst.
Dort wird Geld in die Hand genommen und in extenso geprüft und beforscht, und selbstvertändlich auch die Homöopathie.Tiefgreifenste umfangreichste Analysen und Aufzählung aller nur erdenklichen Möglichkeiten etc. hat bis heute nichts wirklich belegen können. Die Ausführungen über Homöopathie, Spagyrik , Bachblüten, Schüsslersalze sind ein Genuß zu lesen und so klar verständlich, dass der Inhalt auch interessierten Laien zugänglich ist. Da aber dieses Institut keine Inserate in Gesundheitsmagazinen schaltet, gibt es diees Wissen nicht am Zeitungskiosk zu kaufen.
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