Solarenergie für Wiener Gemeindebau

27. Juli 2007, 09:30
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Erste Anlage am Hugo-Breitner-Hof installiert - 200 Wohnungen sollen mit Warmwasser und Heizenergie versorgt werden

Wien - In Wien ist erstmals auf einem Gemeindebau eine großflächige Solaranlage errichtet worden. Die Sonnenkollektoren am Hugo-Breitner-Hof in Penzing sollen 200 Dachgeschoßwohnungen mit Warmwasser und Heizenergie versorgen. Die Anlage wurde von Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) eingeweiht.

Kohlendioxid-Einsparung

Die Errichtung der Anlage ist ein Pilotprojekt von Wien Energie und Wiener Wohnen. Durch die Solaranlage will man 10,4 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen pro Jahr einsparen. Errichtet wurde sie im Rahmen einer Generalsanierung des Gemeindebaus.

Die Nutzung der Sonnenenergie, die zwei Drittel des Warmwasserbedarfs decken soll ist mit einem Erdgas-Brennwertgerät im Keller kombiniert. Für beide gibt es einen gemeinsamen Warmwasserspeicher am Dach.

Die Mieter zahlen für die solare Wärmeversorgung genauso viel, wie für die Fernwärme. Die anderen Wohnungen der Anlage werden über normale Gasthermen versorgt. Die Anlage hat rund 350.000 Euro gekostet. Der Zuschuss der Stadt betrug 57.000 Euro.

Generelle Ausrichtung bleibt Fernwärme

Ludwig sprach von einem "historischen Schritt". Weitere Anlagen sollen folgen. Zunächst müsse man jedoch die Erfahrungen aus der Pilotanlage abwarten, so der Stadtrat. Laut Wien Energie sollen in ein bis zwei Jahren die Ergebnisse der Evaluierung vorliegen. Die generelle Ausrichtung bleibe aber, Neubauten in Wien mit Fernwärme, die in Kraftwerken und Müllverbrennungsanlagen entsteht, zu versorgen: "Es wäre nicht sinnvoll, Wärme auszukoppeln und sie nicht zu nutzen." (APA)

  • Zwei Drittel des Warmwasserbedarfs soll über die Solaranlage gedeckt werden.
    foto: rk-fotoservice/ma53

    Zwei Drittel des Warmwasserbedarfs soll über die Solaranlage gedeckt werden.

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