Urlauberin berichtet: "Wir flüchteten ins Meer - Andere Fluchtwege gab es nicht"

31. Juli 2007, 23:52
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Wir konnten nur mehr unsere wichtigsten Wertsachen nehmen und ins Wasser flüchten

Linz - Elfriede Hoffmann aus Eidenberg (Bezirk Urfahr-Umgebung) ist eine der Italienurlauber, die mit ihrer Familie vor den Flammen ins Meer geflüchtet ist und mit einem Boot gerettet werden musste.

Die Mühlviertlerin verbrachte mit ihrem Mann und den beiden Kindern den Urlaub auf einem Campingplatz in Peschici als das Feuer ausbrach.

"Wir sollten bleiben und nicht panisch sein", wurde uns von Einheimischen erklärt, "doch fünf Minuten später kamen die Flamen schon über die Berge. Wir konnten nur mehr unsere wichtigsten Wertsachen nehmen und ins Meer flüchten. Andere Fluchtwege gab es nicht, erklärte die Mühlviertlerin. Dann habe die Familie im Meer zwei Stunden auf Hilfe gewartet. Boote haben uns schließlich gerettet".

Angst zu verbrennen

Der 37-jährige Sascha Trathnigg aus Engerwitzdorf (Bezirk Urfahr-Umgebung) ist mit seiner Familie bereits am Mittwoch sicher zu Hause angekommen. Nur eine halbe Stunde, nachdem er sich zur Flucht entschlossen hatte, stand der Campingplatz in Flammen. "Es war ein mulmiges Gefühl, ob wir wegen der Kinder auch richtig handeln", so Trathnigg. "Wir wussten nicht, ob wir wegen Straßensperren stehen bleiben müssen und dann im Auto verbrennen. Man konnte sehen, dass die Flammen immer näher kommen. Deshalb wollten wir einfach weg", berichtete er erleichtert. (APA)

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