Einstweilige Verfügung gegen eTel-Werbung

3. September 2007, 13:31
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Telekom-Austria-Tochter sorgt beim Mutterkonzern für die bereits zweite Verfügung innerhalb eines Monats

Der Streit um die Werbelinie der Telekom Austria (TA) hat den Mitbewerber Tele2 wieder einmal vor das Handelsgericht geführt. Tele2 konnte mit diesem Vorgehen eine Einstweilige Verfügung gegen die Telekom-Tochter eTel erwirken. "eTel muss künftig die Konsumenten darüber aufklären, wenn bei beworbenen Produkten zusätzlich zu dem an eTel zu zahlenden Betrag die Grundgebühr der Telekom Austria zu entrichten ist", teilte Tele2 in einer Aussendung mit.

Hauptverfahren noch im Laufen

eTel verwies auf APA-Anfrage darauf, dass das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. "Das Hauptverfahren ist noch im Laufen, daher können wir keine Auskunft geben", hieß es.

Tele2 vs. Telekom: 2:0 in diesem Monat

Damit hat Tele2 zum zweiten Mal innerhalb eines Monats vor Gericht gegen die Telekom gepunktet. Zuvor ging es ebenfalls um irreführende Werbung, allerdings bei einem Telekomprodukt. Diesmal handelte es sich um die Bewerbung des etel-Produktes "ADSL Basic flat". Tele2-Chef Robert Hackl warf der Telekom bereits in der Vergangenheit vor, "mittlerweile systematisch ihre eigene Grundgebühr zu verschweigen".

"ADSL basic flat"

Tele2 rechnete vor: "In der Werbung behauptet die Telekom-Tochter eTel mit ihrem Produkt 'ADSL basic flat' und einem Preis von 19,90 Euro im Monat jetzt 'Österreichs günstigste Flatrate' anzubieten. Dabei wird allerdings nicht darüber aufgeklärt, dass zusätzlich zum beworbenen Preis von 19,90 Euro pro Monat auch noch die Telekom Austria Grundgebühr in der Höhe von 15,98 Euro monatlich zu bezahlen ist. Rechnet man diese beiden Beträge zusammen, entstehen den Kunden Kosten von insgesamt 35,88 Euro monatlich. Das ist weit von Österreichs günstigster Flatrate entfernt."

Die Frage nach den wahren Kosten

Zuletzt ging es bei der Klage gegen die Telekom um die wahren Kosten eines 10-Euro-Flatrateangebotes. Vorwurf damals: Zu dem 10-Euro-Tarif komme noch die Telefon-Grundgebühr von 15,98 Euro dazu. Außerdem gelte der 10-Euro-Tarif nur sechs Monate, während die Vertragsbindungsdauer 12 Monate laufe. Nach sechs Monaten steige der Preis für "aonflat" von 10 auf 49,90 Euro. Mache zusammen 65,88 Euro.

G>rundgebühr und Co.

Die Telekom Austria hielt damals fest, dass zwar die Grundgebühr dazukomme, die 49,90 Euro aber nur für das teuerste Produkt anfielen. Für die günstigste Lösung steige der Preis nach sechs Monaten von 10 auf 19,90 Euro. Damit zahlt ein aonspeed-Kunde nach sechs Monaten im günstigsten Fall 35,88 Euro statt der beworbenen 10 Euro.(APA)

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    Der Stein des Anstoßes: Zur Flatrate kommt noch die Grundgebühr dazu. Das Hauptverfahren läuft jedoch noch.

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