200 Quadratmeter See auf ORF-Dach

26. September 2007, 15:32
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Putzfrau rettete ORF-Sendeleitung: Neues Protokoll zum Zustand des Küniglbergs

Wien - Dienstagabend veröffentlichten der STANDARD und etat.at interne Protokolle aus den Jahren 2002 bis 2007 über den Besorgnis erregenden Zustand des ORF-Zentrums (ORF-Zentrum drohte "behördliche Sperre"). Kaum hatte die Anstalt ihr Dementi ("Zu keinem Zeitpunkt war oder ist das Gebäude gefährdet") ausgesandt, erreichte das nächste Schadenprotokoll vom Küniglberg den STANDARD.

"200 Quadratmeter großer See"

Nächtlicher Regen sammelte sich am 10. Juni 2006 zu einem "200 Quadratmeter großen und bis zu zehn Zentimeter tiefen See" auf dem Dach des ORF-Objekts 4, wo gerade gebaut wurde. Auf etwa fünf Metern fehlte laut Protokoll die Flämmung. Regenwasser drang ein, zerstörte drei Räume teilweise und sickerte in einen Serverraum (Bild links). "Durch die tatkräftige Unterstützung einer Dame der Firma Simacek konnte das weitere Versickern des Wassers in Richtung Erdgeschoß (Sendeleitung) verhindert werden." Nicht auszudenken, hätte der ORF nicht so ambitioniertes Reinigungspersonal.

Die Anstalt wiederholte in ihrer Aussendung vom Dienstag, eine Grundsatzentscheidung über Sanierung oder Neubau des ORF-Zentrums habe "die nächsten Jahre" Zeit. (Harald Fidler/DER STANDARD; Printausgabe, 26.7.2007)

  • Vor einem Jahr war der ORF nicht ganz dicht: Wasser sickerte bis in einen Serverraum - und beinahe in die Sendeleitung.
    foto: privat

    Vor einem Jahr war der ORF nicht ganz dicht: Wasser sickerte bis in einen Serverraum - und beinahe in die Sendeleitung.

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