Margareten lässt es zwischen den Pflastersteinen grün sprießen

  • Der grauen Pflastereinöde sagt die Bezirksvorstehung Margareten mit Pflasterritzen-Vegetation" den Kampf an.
    foto: standard/matthias cremer

    Der grauen Pflastereinöde sagt die Bezirksvorstehung Margareten mit Pflasterritzen-Vegetation" den Kampf an.

In die Pflasterritzen werden Pflanzensamen gemischt, um so den Grünanteil im Bezirk zu erhöhen

Wien - Mit einer ungewöhnlichen Maßnahme will die Bezirksvorstehung Margareten mehr Grün in den Bezirk bringen: In den Fugen zwischen Pflastersteinen werden Pflanzensamen ausgebracht, berichtet ORF.On am Mittwoch. Erprobt wird diese Maßnahme derzeit am Mittelgürtelparkplatz auf Höhe des Matzleinsdorfer Hochhauses.

Laut dem ORF-Bericht wird in Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur nach einer "idealen Samenmischung" geforscht. So muss es sich um niedrig wachsende Pflanzen handeln, da aus Gründen der Verkehrssicherheit nur Höhen unter zwei Zentimeter erlaubt sind. Bezirksvorsteher Kurt Wimmer (SPÖ) verspricht sich von dem Versuch ein "naturnahes Bild am Straßenrand", außerdem könne das Regenwasser versickern. Noch in diesem Jahr sollen die Erfahrungen mit der "Pflasterritzenvegetation" ausgewertet werden.

Die Aktion ist eine von acht Projektideen, die unter dem Titel "Grünraum Margareten - Natur in einem innerstädtischen Bezirk" von der Bezirksvorstehung in Zusammenarbeit mit der Stadt ausgearbeitet wurden. Neben der Pflasterritzenvegetation sind auch Maßnahmen wie Blumen- und Pflückbeeten oder eine Nektarinsel für Schmetterlinge vorgesehen. Die für Straßenverwaltung und Straßenbau zuständige Magistratsabteilung 48 sieht in der "Pflasterritzenvegetation" laut ORF.On indessen keine Standardlösung für den Wiener Raum, eine solche Maßnahme sei "eher im Einzelfall möglich". (red)

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