Sechs ISAF-Soldaten getötet, dutzende Taliban tot

30. Juli 2007, 13:11
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Bei Gefechten im Osten des Landes - Keine Angaben zur Nationalität der Soldaten

Kabul - Bei einem Anschlag im Osten Afghanistans sind vier Soldaten der Internationalen Schutztruppe ISAF getötet und ein weiterer verletzt worden. Die NATO-geführte ISAF teilte in der Nacht auf Dienstag mit, ein Konvoi sei am Montag in eine Sprengfalle geraten. Zur Nationalität der Soldaten machte die ISAF wie üblich keine Angaben. Im Osten Afghanistans sind vornehmlich US-Truppen stationiert.

Laut dem Verteidigungsministerium in Kabul hätten afghanische Soldaten in der Provinz Kandahar am Montag mindestens 13 Rebellen getötet. Ebenfalls am Montag waren im Süden und Osten Afghanistans insgesamt zwei ISAF-Soldaten getötet worden. Wie das Militär in Oslo mitteilte, handelt es sich bei einem der Toten um einen Norweger.

In der ostafghanischen Provinz Kuna hatten Soldaten der Internationalen Schutztruppe ISAF bei Kämpfen am Montag versehentlich ein Kind getötet. Wie die ISAF mitteilte, habe eine Untersuchung ergeben, dass Artilleriegranaten am vergangenen Samstag zu kurz geflogen und vor dem feindlichen Ziel eingeschlagen seien.

Bei Gefechten am Sonntag und Montag seien in der südafghanischen Provinz Helmand "mehr als drei Dutzend" Taliban-Kämpfer getötet worden, zivile Opfer habe es bei diesen Kämpfen nicht gegeben. Das hatten die Koalitionstruppen unter US-Führung am Montag mitgeteilt. Nach Berichten eines Bewohners aus der Region kamen bei den Gefechten jedoch mindestens acht Zivilisten zu Tode, wie die britische Nachrichtenagentur Reuters am selben Tag meldete.

Die steigende Zahl ziviler Opfer bei Operationen ausländischer Truppen schüren in Afghanistan zunehmend Unmut. Dagegen besteht in den ISAF-Herkunftsländern die Gefahr, dass mit der Zahl der gefallener Soldaten und der Entführungen der Druck der Bevölkerung auf die Regierungen steigt, sich aus Afghanistan zurückzuziehen. (APA/dpa/Reuters)

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