Auch Chinas Gletscher nehmen rapide ab

28. Juli 2007, 17:25
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Eine der schwerwiegenden Folgen ist Wassermangel für Millionen Menschen - Wasserversorgung großer Flüsse bedroht

Peking - "Die Gletscher schrumpfen in den vergangenen Jahrzehnten immer schneller", sagte der Forscher Liu Shiyin von der chinesischen Akademie der Wissenschaften nach einem Bericht der Zeitung "China Daily". Schuld daran sei die globale Erwärmung. "Während im Moment wegen der stärkeren Schmelze mehr Wasser in den Flüssen sein mag, wird das Gletscherwasser langfristig zurückgehen."

Die aktuelle Studie sagt demnach voraus, dass langfristig dadurch ein Wassermangel für Millionen von Menschen drohe. Der Rückgang des Schmelzwassers "bedroht ernsthaft" die Wasserversorgung großer Flüsse wie Jangtse, Mekong, Gelber Fluss, Indus und Ganges.

Rückgang zwischen acht und 17 Prozent

Besonders stark schmelze das Gletschereis am Berg Anemaqen auf dem Qinghai-Tibet Plateau am Ursprung des Gelben Flusses, von dem 130 Millionen Chinesen am unteren Lauf abhängig sind. Die Eisfläche sei in vier Jahrzehnten um 17 Prozent zurückgegangen.

Am Mount Everest und Gegenden im mittleren und nördlichen Teil des Himalayas seien die Gletscher um neun Prozent geschrumpft. Im Westen der Bergregion, die den Jangtse, Mekong, Indus und Ganges speist, habe der Rückgang acht Prozent ausgemacht. (APA/dpa/Red)

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