KHTML und Webkit vereinen sich

29. Jänner 2008, 11:23
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KDE will künftig die Rendering Engine mit Apple teilen - Immer mehr Open Source-Projekte setzen auf Webkit

Eine nicht immer ganz unproblematische gemeinsame Vergangenheit wollen die EntwicklerInnen der KDE-Rendering Engine KHTML und Apples Webkit endgültig abschließen. Künftig wollen sich die beiden Projekte auf eine gemeinsame Entwicklung konzentrieren.

Reunion

Zu diesem Zweck übernimmt KDE Webkit in seinen Desktop, allerdings werden zuvor noch bisher KHTML vorbehaltene Entwicklungen eingepflegt. Statt von einem Umstieg spricht man also lieber von einer Wiedervereinigung.

Streitigkeiten

Denn schließlich ist Webkit einst aus KTHML hervorgegangen. Apple war für den Safari auf der Suche nach einer schlanken Rendering Engine, und ist beim KDE-Projekt fündig geworden. Darauf folgten eine ganze Reihe von Beziehungskrisen, da sich Apple nicht unbedingt als Musterknabe im Teilen seiner eigenen Verbesserungen erwies.

drop

So zeigte man sich äußerst nachlässig im Veröffentlichen des Source Codes. Und selbst wenn man dieser durch die Lizenz vorgegebenen Verpflichtung doch nachkam, passierte das meist in Form von riesigen "Code Drops", die praktisch unmöglich in KHTML rück zu übernehmen waren.

Usachen

Erst auf Druck der Community öffnete Apple schließlich seine Entwicklungsweise, trotzdem blieben bis heute einige Unterschiede zwischen den beiden Rendering Engines bestehen. Die Gründe für den Wechsel der KDE-EntwicklerInnen sind manigfaltig, an erster Stelle dabei aber wohl der nicht zu unterschätzende Verwaltungsaufwand zur Pflege einer eigenen Rendering Engine. Auch setzen immer mehr Open Source Projekte auf Webkit als Basis - unlängst hat etwa der GNOME-Browser Epiphany eine alternative Webkit-Unterstützung bekommen - so dass der KHTML-Alleingang immer weniger Sinn machte. (red)

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Webkit

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