Wassercheck: Hygiene bei 70 Prozent der Proben beeinträchtigt

31. Juli 2007, 23:34
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Private Hausbrunnen meist problematisch, gute Qualität bei öffentlicher Versorgung

Erschreckende Ergebnisse beim Wassercheck 2006: 70 Prozent der überprüften Trinkwasserproben zeigen bakteriologische Überschreitungen auf. Das Sorgenkind ist hier vor allem der private Hausbrunnen, bei der öffentlichen Wasserversorgung besteht weiterhin Top-Qualität.

"Man muss die Anschlussgrade an die öffentliche Wasserversorgung erhöhen", so Umweltminister Josef Pröll (V) zur Lösung des Problems - im öffentlichen Bereich sei die Wasserqualität nämlich "spitze". "Verunreinigungen entstehen, weil Hausbrunnen oft alt, nicht fachgerecht errichtet oder schlecht abgedichtet sind", erklärte Stephan Bruck von Aqua Quality Austria (AQA).

Bei den chemisch-physikalischen Tests zeigten 22 Prozent der untersuchten Proben Überschreitungen auf. Verantwortlich dafür ist zumeist die "Last Mile": das Alter und die Bausubstanz (vor allem Blei) der Leitungen in den Häusern sowie Nickel aus den Armaturen. Bei Hausbrunnen liegen die Problembereiche eher bei Nitrat, Mangan und Eisen. "Die Armaturen und Leitungen auf den letzten Metern können aus gutem Trinkwasser ein trübes Süppchen machen", verweist Bruck hier auf die Eigenverantwortung der Bürger.

Bei dem seit 2004 stattfindenden Wassercheck haben sich bisher 30.000 Haushalte einer Überprüfung ihrer Wasserqualität unterzogen. Im vergangenen Jahr wurde das Testspektrum auf den sensiblen Bereich der Wasserhygiene ausgeweitet. Die Tests gibt es in jedem Postamt zu kaufen, die Kosten dafür liegen bei 45 bis 79,90 Euro. Bei den bakteriologischen Tests ist zu beachten, dass diese binnen 24 Stunden das Labor erreichen müssen. (APA)

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