"Grauenhafte Statistiken" der japanischen Minkwal-Fangsaison

24. Juli 2007, 14:58
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Internationaler Tierschutzbund (HSI) kritisiert: Über 50 Prozent der getöteten Tiere waren trächtig

Sydney - Japan hat laut Tierschützern in der vergangenen Saison mehr als 260 trächtige Minkwale getötet. Das sei etwa mehr als die Hälfte der insgesamt etwa 500 Tiere, die japanische Walfänger im Sommer auf der Südhalbkugel in antarktischen Gewässern erlegt hätten, teilte der Internationale Tierschutzbund (HSI) am Dienstag in Sydney mit.

Er berief sich auf offizielle Walfang-Berichte aus Japan. Demnach waren 262 von 505 getöteten Minkwalen und einer von drei Finnwalen trächtig.

Schlupfloch

"Dies sind grauenhafte Statistiken, die die japanische Regierung als Wissenschaft präsentiert", sagte HSI-Sprecherin Nicola Beynon. Japan nutzt ein Schlupfloch des internationalen Walfangmoratoriums, indem es jedes Jahr Wale offiziell nur zu wissenschaftlichen Zwecken jagt - und das Fleisch dann anschließend verkauft. Laut HSI hat Japan für die kommende Saison 935 Minkwale, 50 Finnwale und 50 Buckelwale zur Jagd freigeben. (APA)

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    In der kommenden Saison sollen 935 Minkwale, 50 Finnwale und 50 Buckelwale gejagt werden.

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