90 Prozent der Karten sind schon weg

24. Juli 2007, 11:59
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"Jedermann" und "Sommernachtstraum" längst ausverkauft, ebenso die Philharmoniker-Auftritte

Salzburg - "Über 90 Prozent der 220.000 verfügbaren Karten sind vergeben", zieht der kaufmännische Direktor des Festivals, Gerbert Schwaighofer, drei Tage vor Beginn der 87. Salzburger Festspiele eine erste Bilanz. Wenn man vom außergewöhnlichen Mozartjahr 2006 absehe, steuerten die Festspiele bei den Kartenverkäufen erneut auf Rekordkurs, meinte der Finanzchef.

Zu den gefragtesten Aufführungen gehört traditionell der "Jedermann". Auch heuer sind die Vorstellungen dreifach überbucht, berichtete Schwaighofer. Seit Wochen ausverkauft ist auch der "Sommernachtstraum". Für die anderen Stücke aus dem Schauspielbereich gebe es noch Karten.

Was gestürmt wird

Bei den Opern gehören "Der Freischütz", "Eugen Onegin" und "Die Hochzeit des Figaro" zu den Favoriten des Publikums. Schwaighofer freut, dass aber auch die weniger bekannten Opern wie "Armida" und "Benvenuto Cellini" beim Kartenvorverkauf weit über den Erwartungen liegen.

Im Konzertbereich waren die Auftritte von Anna Netrebko sowie das gemeinsame Konzert von Placido Domingo und Rolando Villazon besonders gefragt. "Die Karten für die Netrebko waren sofort weg", berichtete Schwaighofer. Doch weil man aus akustischen Gründen ihren Auftritt vom Dom in das "Haus für Mozart" verlegt hat, konnten zusätzliche Tickets aufgelegt werden - allerdings haben auch diese längst schon ihre Abnehmer gefunden. Fast schon traditionell ausverkauft sind die Konzerte der Wiener und Berliner Philharmoniker und der Mozart-Matineen.

Letzter Hoffnungsschimmer

Auch wenn die Tickets für die meisten Vorstellungen schon vergeben sind, rät der kaufmännische Direktor Interessenten, es dennoch zu versuchen: "Mit etwas Bemühen bekommt man oft in letzter Minute noch etwas", weiß er aus Erfahrung. Schließlich werden immer wieder kurzfristig auch Karten zurückgegeben.

Der Kartenverkauf - rund 23 Mio. Euro - macht etwa die Hälfte der Mittel der Salzburger Festspiele aus. Sie verfügen heuer über ein Budget von 47 Mio. Euro. Die öffentliche Hand steuert etwa ein Viertel zum Budget bei. Je zehn Prozent kommen von Sponsoren und sonstigen Einnahmen (Koproduktionen, TV-Verträgen oder Programmverkäufe), fünf Prozent steuert der "Verein der Freunde der Festspiele" bei. Der Anteil der öffentlichen Hand sei vor fünf Jahren noch bei einem Drittel gelegen, fordert Schwaighofer für das Budget 2009 eine Erhöhung der Subventionen von Bund, Land und Stadt.(APA)

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