Commerzbank-Tochter Comdirect steigerte Quartalsgewinn

31. Juli 2007, 10:01
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Onlinebroker für Gesamtjahr optimistischer als erwartet

Die Commerzbank-Tochter Comdirect hat im zweiten Quartal dank lebhafter Kapitalmärkte etwas mehr verdient als im Vorjahr. Unter dem Strich habe der Gewinn bei 14,16 Mio. Euro gelegen nach 13,98 Mio. Euro im Vorjahr, teilte der Onlinebroker am Dienstag in Frankfurt mit. Vor Steuern lag der Gewinn mit 21,54 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 21,69 Mio. Euro.

"Nach einem hervorragenden Start ins Geschäftsjahr 2007 hat sich das Geschäft auch im zweiten Quartal sehr gut entwickelt", sagt Vorstandschef Andre Carls. Vor dem Hintergrund des Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr zeigte sich der Konzern für das Gesamtjahr optimistischer als am Markt erwartet und peilt ein Ergebnis vor Steuern von "mehr als 75 Mio. Euro" an. Ein Börsianer sagte, die Marktschätzungen hatten bisher bei rund 70 Mio. Euro gelegen. Im Vorjahr hatte die Commerzbank-Tochter noch 85,6 Mio. Euro verdient.

Comdirect will im zweiten Halbjahr ihr Wachstumsprogramm "comvalue" aufgrund der guten Ergebnisse weiter intensivieren. Daher plant das Unternehmen in diesem Jahr mehr in den Ausbau von IT-Infrastruktur, Produkten und Kundenservice zu investieren als bisher. Für das Gesamtjahr 2007 sollen bis zu 50 Mio. Euro ausgegeben werden statt der bisher angestrebten rund 30 Mio. Euro. Bis 2009 sollen unverändert 150 Mio. Euro für Investitionen bereit stehen.

Der Zinsüberschuss des Onlinebrokers kletterte im zweiten Quartal auf 29,41 (21,91) Mio. Euro. Der Provisionsüberschuss verbesserte sich leicht auf 38 (37,54) Mio. Euro. Die Verwaltungsaufwendungen lagen mit 44,89 (34,63) Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert. Die Rücklagen für faule Kredite sanken dagegen auf 231 (417) Mio. Euro.(APA/dpa)

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