Red Hat als wahrer Gewinner des Microsoft-Novell-Pakts?

20. September 2007, 11:37
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Studie von Alfresco sieht starkes Wachstum bei Red Hat während Novells Zugewinne stagnieren

Bald nach der Verlautbarung des Paktes zwischen Novell und Microsoft wurden auch Fragen laut, welche Auswirkungen dies auf den Linux-Markt haben könnte. In all der moralischen Entrüstung über das Patenabkommen zwischen den Unternehmen, stellten sich auch manche die Frage, ob sich Novell damit - zumindest im Enterprise-Bereich - nicht einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschafft hatte.

Schlüsse

Geht es nach einer aktuellen Studie von Alfresco Software, so kann diese Frage wohl eindeutig mit "Nein" beantwortet werde. Ganz im Gegenteil scheint es so, als sei Red Hat der wahre Profiteur des Abkommens, diesen Schluss zieht zumindest Ian Howells, Marketing-Chef bei Alfresco.

Enterprise

Aufgrund der Befragung von 15.000 BenutzerInnen der eigenen Enterprise Content Management-Lösung zeigt sich aktuell ein deutliches Plus für Red Hat während Novells Wachstum stagniert. Zwischen März und Mai dieses Jahres hat sich die Zahl derjenigen, die Alfresco neu einsetzen, monatlich um rund 130 Prozent erhöht. Doch während bei Red Hat in diesem Zeitraum gleich eine Verdreifachung der neuen NutzerInnen festzustellen war, so blieb der Anstieg bei Novell lediglich stabil.

Trend

Ein gesicherter kausaler Zusammenhang mit dem Microsoft/Novell-Deal lasse sich damit zwar nicht herstellen, wie Howells eingesteht. Aber was sich gezeigt habe, ist eine starker neuer Trend, den man sonst auf keine äußeren Faktoren zurückführen hätte können. (red)

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