Der Hohe Freschen ...

    27. Juli 2007, 17:00
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    ... gehört zu den Feschen. Der Aussichtsberg im Bregenzerwald ist nicht unbedingt schnell, dafür aber relativ leicht zu erwandern

    Der Hohe Freschen gehört zu den beliebtesten und schönsten Aussichtsgipfeln des Bregenzerwaldes. Von seinem höchsten Punkt bietet sich ein Rundblick, der als überwältigend zu bezeichnen ist. An klaren Tagen zeigen sich in der Runde die Säntisgruppe, ein Teil der Schweizer Hochalpen, Rätikon mit Schesaplana, ein Stück der Silvretta, ein Teil des Lechquellengebirges, die Allgäuer Alpen und natürlich die vielen benachbarten Erhebungen wie Hohe Kugel, Damülser Mittagsspitze, Glatthorn, Winterstaude, Kanisfluh, Zitterklapfen und Rote Wand, sowie Hoher Ifen und Widderstein. Vor allem hat man einen kompletten Überblick über den Bodensee. Zudem zeichnet sich der Berg durch eine überaus vielfältige Pflanzenwelt aus.

    Da die Bergbahn von Innerlaterns im Sommer nicht in Betrieb ist, bietet sich von der Portlaalpe an der Straße zum Furkajoch eine Höhenwanderung an, die zum alpinen Erlebnis werden kann, denn man durchschweift eine abwechslungsreiche Region mit herrlichen Almen, von Blüten übersäten Hängen und interessanten Mooren. An der Route liegen die Aussichtspunkte wie auf einer Perlenkette aufgefädelt, die Szenerie wechselt ständig. Allerdings die Strecke ist relativ lang, durch die vielen, jedoch leichten Gegenanstiege hat der Wanderer auch einen nicht unerheblichen Höhenunterschied zu bewältigen. Die Mühen aber nimmt man bei der traumhaften Landschaft gerne in Kauf. Gutes und vor allem stabiles Wetter ist eine Voraussetzung für die Tour, die durchwegs in einer Höhenlage von über 1700 Metern verläuft.

    Die auf den Wegweisern angegebenen Gehzeiten sind nur von besonders flotten und ausdauernden Gehern einzuhalten, bei normalem Tempo hat man entsprechende, gar nicht so geringe „Zuschläge“ einzurechnen. Für einen Abstecher auf die Matona ist Trittsicherheit Voraussetzung:

    Die Route: Vom Parkplatz an der Furkajochstraße steigt man in einer Viertelstunde zur Portlaalpe auf und folgt dann der roten Markierung bis knapp unter den Kamm, hält sich dann links und wandert über weite Hänge – mit zwei Gegensteigungen – zur Gäviser Höhe. Gehzeit rund zwei Stunden.

    Es folgt ein längerer, aber leichter Anstieg zum Matonajoch und die Querung zum Freschenhaus. Gehzeit ab Gäviser Höhe eine Stunde. Für den weiteren Aufstieg zum Gipfel des Hohen Freschen benötigt man etwa eine Dreiviertelstunde. Der Rückweg erfolgt auf der Anstiegsroute, die Gehzeit beträgt rund drei Stunden. (Bernd Orfer/Der Standard/Printausgabe/28./29.7.2007)

    Gesamtgehzeit 6¾ Stunden, Höhendifferenz rund 700 m. Freschenhaus bis Mitte Oktober durchgehend bewirtschaftet, Jausenstation auf der Portlaalpe während der Almsaison offen. ÖK25V, Blatt 1224-West (Hohenems), Maßstab 1:25.000; Freytag & Berndt WK 364 (Bregenzerwald), Maßstab 1:50.000.

    Info: Laternsertal
    Seilbahnen Laterns

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    • Typisches Bauernhaus aus dem Bregenzerwald.
      foto: österreich werbung / h.wiesenhofer

      Typisches Bauernhaus aus dem Bregenzerwald.

    • Das Laternsertal mit den sonnseitig gelegenen Ortschaften Laterns-Thal 900m, Bonacker 1000m, Innerlaterns 1100m, ist ein Seitental des Vorarlberger Oberlandes.
      foto: laterns tourismus

      Das Laternsertal mit den sonnseitig gelegenen Ortschaften Laterns-Thal 900m, Bonacker 1000m, Innerlaterns 1100m, ist ein Seitental des Vorarlberger Oberlandes.

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