Wiener Börse am Montag: Schwacher Wochenauftakt

31. Juli 2007, 17:56
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Immo-Werte unter Druck - Wienerberger nach Zahlen sehr fest

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei gutem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 32,84 Punkte oder 0,72 Prozent auf 4.534,27 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 41 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 4.575 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17:30 Uhr MESZ: Dow Jones/New York -0,09 Prozent, DAX/Frankfurt +0,15 Prozent, FTSE/London +0,28 Prozent und CAC-40/Paris +0,04 Prozent.

Der ATX startete in einem uneinheitlichen internationalen Umfeld mit Kursverlusten in die neue Handelswoche. Die Abschläge erfolgten neuerlich auf recht breiter Front. "Vor allem die Immobilien-Werte kamen heute unter die Räder", berichtete ein Händler.

US-Krise belastet

"Die US-Immo-Krise drückt hier weiter auf die Kurse", ergänzte ein Marktteilnehmer. So büßten Immofinanz nach Vorlage von Ergebnissen 4,11 Prozent auf 8,63 Euro (2.353.645 gehandelte Stück in Einfachzählung) ein. Der Konzern hat das Geschäftsjahr 2006/07 wieder mit hoch zweistelligen Gewinnzuwächsen abgeschlossen. Erstmals gibt es für die Aktionäre auch eine Dividende. "Selbst gute Nachrichten gingen in dem schwachen Sektor heute unter", meinte ein Marktteilnehmer.

Immoeast verloren 2,14 Prozent auf 8,70 Euro (5.615.467 Stück). Sparkassen Immo rutschten um 5,10 Prozent auf 9,11 Euro (426.033 Stück) ab und CA Immo Anlagen schlossen um 5,95 Prozent tiefer bei 17,40 Euro (371.424 Stück). Im standard market continuous brachen Meinl European Land gar um 17,54 Prozent auf 15,75 Euro ein.

Sattes Plus für Wienerberger

Sehr stark zeigten sich hingegen Wienerberger mit einem satten Plus von 5,58 Prozent auf 49,61 Euro (471.057 Stück). Der Konzern hat die Bekanntgabe der vorläufigen Halbjahresergebnisse überraschend auf Montag vorgezogen und vermeldete "außerordentlich hohe" Zuwächse bei Umsatz und Gewinn. Auch das Gewinnziel 2007 wurde nach oben korrigiert. "Die Aktien haben zuletzt deutlich verloren - nun reagieren sie entsprechend stark auf die guten Zahlen", hieß es im Handel.

Bei den Bankwerten sanken Raiffeisen International um 2,25 Prozent auf 108,50 Euro (322.400 Stück). Erste Bank schlossen im Vorfeld der für Dienstag anstehenden Ergebnisse unverändert bei 53,50 Euro (1.314.486 Stück). Unter den weiteren Indexschwergewichten konnten voestalpine ein Plus von 0,41 Prozent auf 59,24 Euro (464.316 Stück) vorweisen. Telekom Austria gaben um 1,36 Prozent auf 17,38 Euro (2.374.661 Stück) nach. Dresdner Kleinwort hat die Einschätzung von "hold" auf "buy" erhöht.

Verbund sanken um 1,39 Prozent auf 35,50 Euro (349.495 Stück). Die Analysten der Erste Bank haben ihre Gewinnschätzung 2007 für den Versorger gekürzt. Die Kaufempfehlung "buy" sowie das Kursziel von 46 Euro wurden jedoch beibehalten.

Die zehn größten Kursgewinner

      1. WIENERBERGER AG                   +5,58 Prozent
      2. SKYEUROPE HOLDING AG              +4,46 Prozent
      3. WEBFREETV.COM MULTIMEDIA AG       +2,50 Prozent
      4. RORENTO N.V.                      +2,41 Prozent
      5. CENTURY CASINOS INC               +1,98 Prozent
      6. BRAIN FORCE HOLDING AG            +1,97 Prozent
      7. SCHOELLER-BLECKMANN AG            +1,89 Prozent
      8. AUSTRIAN AIRLINES AG              +1,66 Prozent
      9. PALFINGER AG                      +1,32 Prozent
     10. SCHLUMBERGER AG VZ                +1,23 Prozent
Die zehn größten Kursverlierer
      1. MEINL EUROPEAN LAND LTD.         -17,54 Prozent
      2. BWIN INT. ENTERT. AG              -6,14 Prozent
      3. CONWERT IMMOBILIEN INVEST AG      -6,10 Prozent
      4. CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG          -5,95 Prozent
      5. SPARKASSEN IMMOBILIEN AG          -5,10 Prozent
      6. ROSENBAUER INTERNATIONAL AG       -4,76 Prozent
      7. BWT AG                            -4,66 Prozent
      8. AGRANA BETEILIGUNGS-AG            -4,30 Prozent
      9. IMMOFINANZ AG                     -4,11 Prozent
     10. LENZING AG                        -4,02 Prozent
(APA)
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