Wikipedia korrigiert die Encyclopedia Britannica

  • Auch ExpertInnen im Bereich der Wissensproduktion können  Fehler machen.
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    Auch ExpertInnen im Bereich der Wissensproduktion können Fehler machen.

Die freie Wissensenzyklopädie ist in einigen Fällen besser als das angesehene Nachschlagewerk

Gern wird in der Online-Welt die angeblich mangelnde Qualität der Online-Wissensenzyklopädie Wikipedia beklagt. Ein Eindruck, der zwar oft subjektiv richtig sein mag, von Untersuchungen im Vergleich zu angesehenen Nachschlagewerken aber so pauschal nicht wirklich belegt werden konnte.

Bugs

Dass nicht nur die Masse der Wikipedia-HelferInnen sondern durchaus auch die ExpertInnen im Bereich der Wissensproduktion Fehler machen können, dokumentiert die freie Enzyklopädie auf einer eigenen Seite. Auf dieser sind eine Vielzahl von schlicht falschen Informationen in der Encyclopedia Britannica zu finden, die in der Wikipedia korrekt enthalten sind.

Beispiele

So führt die Britannica etwa den Geburtsnamen von Ex-US-Präsident Bill Clinton als "William Jefferson Blythe IV" obwohl hier "William Jefferson Blythe III" richtig gewesen wäre. Auch der Geburtstag - und das Geburtsjahr - von Stalin sind falsch wiedergegeben. Auch in den Bereichen Mathematik und Wissenschaft haben sich einige Fehler eingeschlichen.

Vergleiche

Natürlich ließen sich auch viele Fehler in der Wikipedia benennen, die umgekehrt in der Encyclopedia Britannica nicht zu finden sind. Zu behaupten die Wikipedia sei "besser" als das renommierte Nachschlagewerk ist aber ohnehin nicht das Ziel der Fehler-Seite, wie man im Vorwort herausstreicht.

Was man selbst nur als "Scherz" definiert, taugt aber auch für eine andere Lektion: Dass Wissen immer hinterfragt werden muss, ob es nun von der Internet-Community oder sogenannten ExpertInnen kommt. (red)

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Wikipedia und die Geheimdienste… - In Zeiten,wo eine wachsende,obrigkeitsverordnete Paranoia glaubt,selbst Toiletten "überwachen" zu müssen, sollte es nicht verwunderlich sein, daß Publikumsmagnete-wie Google od./u.Wiki-willkommene "Datamines" für d…

…fortwährende "Evaluieren"-od.profaner ausgedrückt-Ausspionieren-v.personenbez.Daten u.Netzgewohnheiten ist.Nebenbei werden Tatsachen "richtiggestellt",wenn sie nicht d.vorgegebenen Allgemeinbild entsprechen.

D.folgende Beitrag handelt v.so einem Beispiel:
tinyurl.com/yrcoy5

Der Autor stellte Untersuchungen über d.Lockerbie Anschlag an-u.fand Erstaunliches.

Wie FS3 bereits auf…
derstandard.at/?url=/?id=2964219

…berichtete(Entebbe),gab es nachgewiesener Maßen eine Verbindung zw.d."pal."PFLP-GC u.d.isr.Geheimdienst.Nach d.Auftauchen d.Korrespondenz d.brit.Außenminis aus d.30-jährigen "Sperrversenkung",gab es einige Reaktionen i.d.Presse,d.aber durchwegs wieder schnell verschwanden-u.auch d.Rausschmiß eines BBC-Redakteurs nach sich zogen

Das ist der letzte Ausweis an Peinlichkeit für Wikipedia.
Wie ich an Hand von Artikeln bei einem Thema, zu dem ich selbst veröffentlicht habe, und was auch als Literatur angeführt wird, feststellen konnte, ist, dass nicht einmal richtig abgeschrieben worden ist.
Über Beiträge in Philosophie und Geschichte wurde schon hinreichend vernichtend kommentiert.

Selbst ist der Author ;-)

Nun, wenn Sie schon in Wikipedia *lesen* und selbst viel *wissen* dann sind ja gerade *Sie* der richtige um das frei zugängliche Wissen zu verbessern.

Genau DAS ist ja der Sinn von Wikipedia. Sie können ja auch vorher auf den Diskussionsseiten Ihre Meinung darlegen.

Die meisten Menschen bleiben halt lieber auf Ihrem Wissen sitzen - ohne zu bedenken, dass auch Sie das meiste Wissen von *Anderen* erworben (abgeschrieben) haben.

Egoismus bringt dem einzelnen vielleicht mehr Kohle. Die Gesellschaft als ganzes würde aber mit ehrlicher Wissensteilung aber bedeutend schneller vorankommen.

Sollten Sie das als *naiv* ansehen, wäre das jedenfalls ziemlich kurzsichtig ;-)

schadet es, auf fehler der encyclopedia britannica hinzuweisen?


in einer ausgabe der microsoft encarta habe ich einmal nach dem bevölkerungsstand meiner heimatstadt gesucht. entweder hat es sich bei diesem eintrag um einen tippfehler gehandelt oder es ist ein konversationslexikon zu rate gezogen worden, das anfang der zwanziger jahre verfasst worden ist. ich halte die wikipedia trotz aller systemimmanenter probleme (bürokratie, tendenzen) für eine bereicherung. an aktualität ist sie bei bestimmten themen kaum zu übertreffen. wer computerrecherchen liebt, fährt am besten, wenn verglichen werden kann (encarta, britannica, brockhaus, ich liebe sie alle drei, wikipedia, eigene internetsuchen). die wikipedia spielt eine rolle bei der demokratisierung unserer gesellschaft. manche leute haben damit probleme.

Wissen Sie, dass die Wikipedianer sich mit diesem Vergleich einen Bärendienst erwiesen haben? Die Fehler auf Wikipedia sind nur mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung zu erfassen.
Zur Aktualität: fast könnte ich ihnen recht geben, aber ist Nichtwissen nicht besser als Falsches wissen? Das gilt ebenso für Ihre Demokratie-Hypothese.
Wie man an Hand des Nahostthemas sah, wurde lange Zeit Ideologie und Propaganda als Wissen ausgegeben, und weil es zu den Vorurteilen der Community passte, nicht hinterfragt. Erst als von außen Kritik laut wurde, reagierte man. Ob ausreichend??
Alle drei zusammen: da haben Sie sicher recht.

...

Wissenschaftliche Studien ergeben, dass das Wissen der Masse (bzw der Konsens daraus) der Wahrheit näher kommt, als jeder Experte....

Statistik, Masse, Wahrheit...

.
... in den hier unten folgenden Beiträgen findet sich so viele Miss- und Unverständnis, dass man nur noch beten kann, dass die Beteiligten sich die Grundlagen der Wissenschaftstheorie und der Statistik aneignen mögen.

Hier dies alles darzulegen ist - leider - nicht möglich.

In der Wissenschaft gibt es keine absolute Wahrheit, woran sollte man dann also näherrücken ;)?

In "der" Wissenschaft

Es gibt nicht eine Wissenschaft.

hahaha

DAS war wohl als Witz gemeint

In der Mathematik mag das vielleicht stimmen, wenn eine Schulklasse an einer Aufgabe rechnet, dass die Mehrheit mit einem Ergebnis korrekt gerechnet hat, aber in anderen Disziplinen mag ich Ihre Meinung doch sehr bezweifeln.

dazu braucht man keine studie ;)

die freien arbeiten basieren auf vielen leuten, welche als ziel haben, ihre arbeit so perfekt als möglich zu gestalten.
eine identifikation mit der arbeit ist in jedem fall gegeben.

professionisten haben die aufgabe der perfektion, meistens aber das ziel, ihren unterhalt zu verdienen.
eine identifikation mit der arbeit ist gewünscht, aber nicht gegeben.

ein grosser pluspunkt für die "freigeister". ;)

Als nächstes wird uns "Fellini" vermutlich die Segnungen des g'sunden Hausverstands und die Unsinnigkeit universitärer Bildung darlegen ... ?

Was hat denn die Masse für Vorschläge zur Bekämpfung des Bauchspeicheldrüsenkrebses?

Es gibt auch ein paar gute Ärzte die sich zur Masse angehörig fühlen !!

Falls du Probleme mit der Bauchspeicheldrüse hast kann ich dir aber generell empfehlen weniger zu saufen und weniger Sch... zu fressen und ein bischen mehr auf deinen Körper zu hören. Da freut sich nicht nur deine Bauchspeicheldrüse.

Einen so deutlichen und ehrlichen Ratschlag wird dir wohl kein Arzt geben!

Zum Thema '"Wissen" der Masse' empfehle ich hiermit Terry Pratchett.

Konsens?

naja, das überzeugt mich nicht... Wahrheit ist keine Frage der Statistik

Doch - genau das ist sie...

...auf nichts anderem als statistik im sinne eines mehrheitlichen konsens basiert wissenschaftliche "wahrheitsfindung".

verwechseln Sie gerade Thesen mit Fakten?

Nein...

...auch Fakten sind nichts absolutes...

Auch Fakten unterliegen prinzipiell ständiger Kontrolle...

Wissenschaftlich gesehen ist nichts absolut (ausser dieser Aussage ;-))

Wissenschaftlich gesehn, sind wir gar nicht in der Lage, Fakten als solche zu erkennen. Vor einigen Wochen war doch Tag des Gehirns. Gab nette Vorträge dazu.

Ist das ein...

...Fakt? ;-)

Eine Frage der Quantität?

Wie formulierte doch Nietzsche so treffend:
"Einer allein hat nie recht, aber mit zweien beginnnt die Wahrheit."

es ist nicht das wissen der masse. es sind meist expertInnen (z.b. akademikerInnen), die detailliertere informationen zur wikipedia beitragen und trotzdem darauf achten, dass artikel nicht von halbwissen überschwemmt werden.

Ein echter Schenkelklopfer... nicht schlecht:-)

Das ist wohl wahr, immer wenn Experten für eine bestimmte Richtung lobbyieren, aber prinzipiell hat ein Experte auf "seinem" Gebiet meistens einen grossen Fundus (ob sein Wissen auch stimmt ist eine andere Frage).

Das Trollen von Experten über sein Thema gehört gesetzlich bestraft ;)

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