Israels Vize-Premier weist Syriens Forderung nach Golan-Abzug zurück

25. Juli 2007, 06:57
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Ramon macht diese Frage vom Ausgang von Friedensverhandlungen abhängig - Syrien wiederum macht Beginn von Gesprächen von Abzug abhängig

Jerusalem - Israel hat seine Präsenz auf den umstrittenen Golanhöhen an den Ausgang von Friedensverhandlungen mit Syrien geknüpft. "Es ist möglich, dass wir auf unbestimmte Zeit auf den Golanhöhen bleiben. Das hängt von den Friedensverhandlungen mit Syrien ab", sagte der stellvertretende israelische Ministerpräsident Chaim Ramon am Montag im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. "Auf den Golanhöhen waren 1967 weder Syrer noch Palästinenser und wir haben uns dort niedergelassen, um unsere Landesgrenzen abzustecken", fügte Ramon hinzu.

Israels Regierungschef Ehud Olmert hatte bereits am Freitag die Forderung Syriens nach einem vollständigen Rückzug Israels aus der Region im israelisch-syrischen Grenzgebiet vor dem Beginn von Friedensverhandlungen zwischen den beiden Ländern zurückgewiesen. Syrien wiederum macht den Beginn von Verhandlungen von einem kompletten Abzug Israels von den Golan-Höhen abhängig.

Die letzten auf Vermittlung der USA zustande gekommenen Verhandlungen waren 2000 am Streit um die strategisch wichtigen Golanhöhen gescheitert. Die Golanhöhen waren im Sechs-Tage-Krieg 1967 von Israel eingenommen und 1981 annektiert worden. (APA/red)

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