VDO wird umworben

25. Juli 2007, 14:35
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Im Rennen um den deutschen Automobilzulieferer befinden sich Continental und TRW Automotive

Wien - Wie das "Handelsblatt" (Montag) unter Berufung auf Finanzkreise schreibt, sind in der Nacht zum Samstag zwei Angebote für die Siemens-Tochter eingegangen. Beide Offerte lägen über 12 Mrd. Euro.

Angesichts des hohen Kaufpreises sei der vom Vorstand bisher offiziell favorisierte Börsengang eher unwahrscheinlich. An der Börse sei VDO allenfalls 8 Mrd. Euro wert.

Das TRW-Angebot liege den Informationen immer noch etwas höher als das von Conti. Hinter den Kulissen ringen beide Bieter der Zeitung zufolge um Unterstützung der Gewerkschaften. Der zweite Vorsitzende der IG Metall und Siemens-Aufsichtsrat, Berthold Huber, trete für die Sicherung der Standorte und Arbeitsplätze ein. Am morgigen Dienstag tagt der Siemens-Vorstand. Ob dann eine Entscheidung zu VDO getroffen werde, sei jedoch fraglich. "Bei einem so komplexen Geschäft soll man nichts übereilen" zitiert das Blatt Siemens-Kreise.

Es sei gut möglich, dass der Konzern offiziell ein zweigleisiges Verfahren ausrufe und Verkaufsprozess und Börsengang parallel laufen lasse.

Weit reichende Angebote

TRW, hinter dem Blackstone steht, habe Siemens weit reichende Angebote unterbreitet, berichtete die "FAS" unter Berufung auf Verhandlungskreise. So sei dem Münchner Konzern zugesichert worden, im Falle des Zuschlags die Zentrale von Siemens VDO zu erhalten. Auch sei davon die Rede, "so gut wie keine Stellen" in Deutschland zu streichen.

Der Siemens-Vorstand berät laut "FAS" an diesem Dienstag über den Verkauf der Sparte, der Aufsichtsrat diskutiert am Mittwoch über dieses Thema. Es sei jedoch unwahrscheinlich, dass nächste Woche schon eine endgültige Entscheidung falle, berichten Manager mit Einblick in den Verkaufsprozess. (APA)

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