USA schließen Militäreinsatz gegen Al Kaida nicht aus

28. Juli 2007, 18:20
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Anti-Terror-Beauftragte: "Jedes verfügbare Instrument einsetzen, um das Problem zu lösen" - Pakistans Außenminister warnt

Washington - Die Vereinigten Staaten haben einen Einsatz der US-Streitkräfte in Pakistan gegen das Terrornetzwerk Al Kaida nicht ausgeschlossen. Die "vorrangige Aufgabe" sei "der Schutz des amerikanischen Volkes", so die Anti-Terror-Beauftragte von US-Präsident George W. Bush, Fran Townsend, am Sonntag dem Fernsehsender CNN: "Wir werden alle unsere Instrumente nationaler Macht einsetzen, um effizient zu sein."

Es sei "keine Frage, dass wir jedes verfügbare Instrument einsetzen, um das Problem Osama bin Laden, Ayman al-Zawahiri und Al Kaida zu lösen", fügte sie hinzu. Sawahiri gilt als Stellvertreter bin Ladens an der Spitze von Al Kaida.

Pakistans Außenminister warnt

Der Pakistanische Außenminister Khurshid Kasuri betonte laut CNN indessen, dass es "komplett kontraproduktiv sei, wenn die USA eine Militäraktion in Pakistan in denjenigen Regionen des Landes starteten, wo sich Al Kaida und Taliban ihre sicheren Zufluchtsorte geschaffen haben. Er sagte weiters, dass sich bereits 85.000 pakistanische Truppen in den Stammesngebieten zur Grenze Afghanistans aufhielten. Man könne daher das Engagement Pakistans nicht anzweifeln. "Falls die USA dort unilaterale Militäraktionen starteten, würden sie den Krieg verlieren, zumindest den Krieg um die Sympathien der Öffentlichkeit.

Bericht des US-Geheimdienstes

US-Geheimdienste hatten zuvor berichtet, dass Bin Laden noch am Leben sei und sich im Westen Pakistans an der Grenze zu Afghanistan verstecke. "Meiner Ansicht nach lebt er noch. Und ich glaube, er ist in der Stammesregion von Pakistan", sagte der Koordinator der US-Geheimdienste, Michael McConnell, dem Fernsehsender NBC. McConnell machte die pakistanische Regierung dafür verantwortlich, dass sich Al Kaida neu gruppieren konnte. Schuld sei vor allem ein umstrittenes Friedensabkommen mit Stammesführern im vergangenen September, das die Region entlang der Grenze zu Afghanistan zu einem weitgehend gesetzlosen Gebiet gemacht habe. (RED/APA)

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