Israel erschoss zwei Hamas-Kämpfer im Gaza-Streifen

25. Juli 2007, 06:37
33 Postings

Angeblich Bombenanschlag gegen israelische Truppen vereirteilt - Israelische Armee: Soldaten haben das Feuer eröffnet, als sich die Hamas-Kämpfer dem Grenzzaun nähern wollten

Gaza - Israelische Soldaten haben am Sonntag im Gazastreifen zwei bewaffnete Kämpfer der Hamas getötet. Die Mitglieder der radikal-islamischen Organisation seien beauftragt gewesen, einen Bombenanschlag gegen israelische Truppen nahe des Grenzzauns auszuüben, teilte die Hamas mit. Dabei seien sie in der Nähe einer ehemaligen jüdischen Siedlung im Norden erschossen worden. Die israelische Armee bestätigte, Soldaten hätten das Feuer auf zwei Bewaffnete eröffnet, als sich diese dem Grenzzaun nähern wollten. Beide Männer hätten Handgranaten und Schusswaffen bei sich gehabt.

Die Hamas kontrolliert den Gaza-Streifen seit dem vergangenen Monat, nachdem sich die Gruppe in einem Bürgerkrieg gegen die Fatah von Präsident Mahmud Abbas durchsetzte. Eine militärische Invasion des Gaza-Streifens schloss Israels Ministerpräsident Ehud Olmert aus. Er glaube, es sei nicht der richtige Weg, die Extremisten im Gaza-Streifen mit einem Großangriff zu bekämpfen, sagte Olmert.

"Repräsentative Regierung"

Am Samstag erklärte der Regierungschef, Israel werde sich im Rahmen des Nahost-Friedensprozesses auch aus vielen Gebieten des besetzten Westjordanlandes zurückziehen müssen. Jeder der glaube, Israel könne alle Gebiete behalten, lebe nicht in der Wirklichkeit, sagte Olmert. Das neue Kabinett Mahmoud Abbas sei eine "repräsentative Regierung, mit der wir verhandeln können".

In der vergangenen Woche hatte es in israelischen Regierungskreisen geheißen, Israel sei noch nicht bereit für Verhandlungen über Kernfragen wie die Schaffung eines Palästinenser-Staates. Am Montag wird der neue Nahost-Sondergesandte Tony Blair in Israel und im Westjordanland erwartet. Am Freitag entließ Israel rund 250 palästinensische Häftlinge - die meisten von ihnen Anhänger der Fatah-Bewegung von Abbas. (APA/Reuters)

Share if you care.