Regenfälle in China: Mehr als 150 Tote

27. Juli 2007, 11:22
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Pegel von drittgrößtem Fluss Huai seit zehn Tagen auf Höchststand - Hunderttausende mussten ihre Häuser verlassen

Peking - Schwere Unwetter mit Rekordniederschlägen haben in weiten Teilen Chinas Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst und innerhalb einer Woche mindestens 152 Menschen das Leben gekostet, wie staatliche Medien am Sonntag berichteten. Hunderttausende mussten ihre Häuser verlassen.

Seit Beginn der Regenzeit im Juni sei es in der Hälfte der chinesischen Regionen zu Überschwemmungen gekommen, meldete die Nachrichtenagentur Xinhua. Mindestens 400 Menschen kamen ums Leben.

Überschwemmungen und Erdrutsche

Am stärksten betroffen war in der vergangenen Woche die Provinz Yunnan, wo es von Mittwoch bis Samstag zu Überschwemmungen und Erdrutschen kam, bei denen mindestens 59 Menschen getötet wurden. Mehr als 4.000 Häuser wurden zerstört, fast 400.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. In der Stadt Chongqing am Jangtse kamen 42 Menschen ums Leben, weitere zwölf wurden vermisst, 300.000 Menschen wurden evakuiert.

Weitere 40 Menschen kamen den Angaben zufolge in der nordöstlichen Provinz Shandong ums Leben. Die Zahl der Evakuierten belief sich dort auf 112.600. Wie das dortige Wetteramt mitteilte, waren es die stärksten Niederschläge seit Beginn der Aufzeichnungen 1916.

2.704 Tote im vergangenen Jahr

Nach Angaben des chinesischen Wetterdienstes kamen im vergangenen Jahr in der Regenzeit insgesamt 2.704 Menschen ums Leben. Es war das zweitfolgenschwerste Jahr nach 1998, als 4.150 Tote zu beklagen waren. (APA/Reuters)

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