Serbien begrüßt Scheitern der UN-Verhandlungen

27. Juli 2007, 15:15
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Kostunica: "Gemeinsame Politik Serbiens und Russlands hat bedeutenden Sieg erzielt" - Tadic warnt vor übermäßiger Freude

Belgrad - Serbiens Regierungschef Kostunica hat das Scheitern der westlichen Pläne für die Unabhängigkeit der Krisenprovinz Kosovo begrüßt. "Die gemeinsame prinzipielle Politik Serbiens und Russlands hat einen bedeutenden Sieg erzielt", so Kostunica. Der Rückzug der UN-Resolution stelle einen "Sieg des Rechts über den Versuch dar, Serbien einen großen Teil seines Territoriums wegzunehmen."

Tadic: Nach Scheitern nicht alles gelöst

Der serbische Präsident Boris Tadic hat nach dem Scheitern eines von den USA und ihren westlichen Partnern vorbereiteten UNO-Resolutionsentwurfes zum Kosovo vor übermäßiger Freude gewarnt. Die Situation Serbiens sei nun besser als zu Beginn der Stauts-Gespräche. "Dies bedeutet nicht, dass wir in einer glänzenden Situation stecken und dass alles gelöst wurde", sagte Tadic gegenüber der Presseagentur Beta.

Der Präsident betonte zudem, dass nicht die Kontakt-Gruppe die Entscheidung über den künftigen Status des Kosovo fassen könne. Dies könne nur der UNO-Sicherheitsrat tun. Nur dessen Entscheidung könne eine völkerrechtliche Bestätigung haben, unterstrich er.

USA: Am Widerstand Russlands gescheitert

Die USA und mehrere EU-Länder erklärten gestern im Sicherheitsrat, ein Unabhängigkeitsbeschluss sei wegen des Widerstandes von Russland gescheitert. Die USA sehen keine Chance mehr auf eine Lösung innerhalb der UNO. Die Kosovo-Albaner wollen die Unabhängigkeit am 28. November ausrufen. Die Kontaktgruppe soll trotzdem vermitteln. (APA)

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    Der serbische Ministerpräsident Kostunica (links) begrüßte das Scheitern der Verhandlungen aufgrund der russischen Vetodrohung: Der Rückzug der UN-Resolution stelle einen "Sieg des Rechts über den Versuch dar, Serbien einen großen Teil seines Territoriums wegzunehmen."

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