Olmert für Abzug aus Westjordanland

26. Juli 2007, 12:57
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Israelischer Ministerpräsident gegen einseitige Aktion - Fordert syrischen Präsidenten zu direkten Friedensgesprächen auf

Tel Aviv- Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hat sich für einen Abzug aus dem Westjordanland ausgesprochen. Wer glaube, Israel könne seine Kontrolle über die gesamten besetzten Palästinensergebiete aufrechterhalten, "lebt in einem Traum", sagte Olmert am Freitagabend bei einer Veranstaltung in einem Kibbutz.

Israel müsse sich zurückziehen, fügte er nach israelischen Medienberichten vom Samstag hinzu. Zugleich solle dieser Abzug nicht einseitig erfolgen, sondern im Ergebnis von Verhandlungen mit der von Präsident Mahmoud Abbas angeführten palästinensischen Autonomie-Behörde. Von Seiten Israels erfordere dies "harte Entscheidungen".

Den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad forderte Olmert zu direkten Friedensgesprächen auf. Der syrische Staatschef solle dabei nicht auf die Vermittlung der USA warten. Jedoch müsse er sich darüber im Klaren sein, dass Israel einen Rückzug von den im Sechs-Tage-Krieg 1967 eroberten Golan-Höhen nicht als Vorbedingung akzeptieren werde. Bereits am Donnerstag hatte der neue israelische Präsident Shimon Peres Syrien zu direkten Verhandlungen aufgerufen, wenn Damaskus wirkliche Friedensgespräche wolle. (APA/dpa)

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