WWF: Baulärm setzt Grauwal zu

27. Juli 2007, 18:16
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Organisation macht Ölbohrungen für Verschwinden des Westpazifischen Grauwals verantwortlich

Gland/Frankfurt/Main - Die Ausrottung des Westpazifischen Grauwals aufgrund von Lärm durch Ölbohrungen vor der russischen Insel Sachalin befürchten Tierschutzorganisationen. Zählungen vom Juni 2007 zufolge gibt es nur noch 79 Tiere, davon vermutlich höchsten 20 fortpflanzungsfähige Weibchen, sagte WWF-Sprecherin Astrid Deilmann am Freitag. Die Population stehe vor der Ausrottung. Im vergangenen Jahr seien noch etwa 100 Grauwale gezählt worden. Unklar sei noch, ob die Tiere gestorben oder auf Grund des Lärms in andere Gebiete gewandert seien. Viele der Wale sind laut WWF zudem stark abgemagert.

Die Weltnaturschutzunion (IUCN) kritisierte, dass die Sakhalin Energy - ein Konsortium aus Gazprom, Shell, Mitsui und Mitsubishi -, nicht genügend für den Lärmschutz tue. Die Entscheidung der Sakhalin Energy, im April vorgeschlagene Lärmkriterien abzulehnen, sei extrem enttäuschend und zudem gefährlich für die Westpazifischen Grauwale.

Die 14 Meter langen Tiere fressen sich laut WWF im Sommer vor Ostrussland Fettreserven für den langen Winter an. "Der Baulärm macht die Wale krank", sagte WWF-Walexperte Volker Homes. (APA/dpa)

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