HIV-bekämpfende Genvarianten identifiziert

20. Juli 2007, 12:36
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Gendaten-Analyse als wichtiger Schritt in Richtung Impfung

Lausanne - Eine wichtige Entdeckung zur Bekämpfung der Immunschwächekrankheit Aids haben Forscher der Universität Lausanne in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Europa und dem US-amerikanischen Universität Duke gemacht. Nach einem Screening von rund 30.000 HIV-Patienten haben sie drei Genvarianten gefunden, die das HI-Virus bekämpfen. Die Entdeckung, die am Donnerstag in der Fachzeitschrift "Science" publiziert wurde, sei ein wichtiger Schritt zur Entwicklung einer Impfung gegen die Immunschwächekrankheit, hieß es.

Die Forscher um Amalio Telenti vom mikrobiologischen Institut in Lausanne haben sich bei ihrer Arbeit den Umstand zu Nutze gemacht, dass das Immunsystem gewisser Menschen in der Lage ist, sich gegen das Virus vom Typ HIV-1 zur Wehr zu setzen. Diese Menschen haben vor dem Ausbruch der Krankheit deutlich weniger Viren im Blutplasma als andere Aids-Patienten, teilte die Universität Lausanne mit. Die Gendaten-Analyse, an der Mediziner, Immunologen und Genetiker beteiligt waren, dauerte 18 Monate.

Die Studie wandte zum ersten Mal den genetischen Untersuchungsansatz bei einer Infektionskrankheit an, hieß es. Der Mitteilung zufolge hoffen die Forscher, dass dieser Ansatz auch zu neuen Erkenntnissen bei anderen Krankheiten wie Tuberkulose, Hepatitis C oder Malaria führt. (APA/AP)

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