Obama: "Dann müssten wir 300.000 Soldaten im Kongo haben"

27. Juli 2007, 17:40
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Gefahr eines Völkermords für demokratischen Präsidentenbewerbers kein Grund für Verbleib im Irak

Sunapee/USA - Nach Auffassung des demokratischen Präsidentenbewerbers Barack Obama können die USA ihre militärische Macht nicht zur Lösung humanitärer Probleme in der Welt einsetzen. Auch die Gefahr eines Völkermordes im Irak nach einem vollständigen Abzug des US-Truppen sei kein ausreichender Grund für eine fortgesetzte Stationierung, sagte Obama in einem Interview der Nachrichtenagentur AP.

"Sehen Sie, wenn das ein Kriterium für Entscheidungen über die Stationierung von US-Truppen wäre, dann müssten wir jetzt 300.000 Soldaten in Kongo haben - wo Millionen in ethnischen Konflikten ermordet wurden. Das haben wir nicht", sagte der Senator. "Dann würden wir einseitig den Sudan besetzen - was wir nicht getan haben." Konflikte wie im Irak und Sudan müssten mit Diplomatie gelöst werden, betonte Obama. Militärische Anstrengungen und Schutztruppen könnten eine wichtige Rolle spielen, wenn sie ein internationales Mandat hätten. Dies sei im Irak nicht der Fall. (APA/AP)

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