Österreichs Autofahrer sind im Ortsgebiet zu schnell unterwegs

25. Juli 2007, 00:02
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Bei höheren Tempolimits nimmt die Zahl der Verkehrssünder ab

Wien - Im ersten Halbjahr 2007 waren Österreichs Autofahrer im Ortsgebiet wieder schneller unterwegs. Gegenüber dem Vorjahr ist der Anteil der Geschwindigkeitsübertreter unter den Pkw-Lenkern leicht angestiegen. Eine Messung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) hat ergeben, dass die Lust zum Tritt auf das Gaspedal abnimmt, wenn offiziell schneller gefahren werden darf.

Von den 25.610 gemessenen Pkws haben 75 Prozent das Tempolimit von 30 km/h (im ersten Halbjahr des Vorjahres waren es 72 Prozent) überschritten, wobei sich die Durchschnittsgeschwindigkeit laut KfV in den vergangenen Jahren auf 35 km/h eingependelt hat. Mit dem Limit von 50 km/h können sich über die Hälfte nicht anfreunden. 15 Prozent der Autolenker fuhren sogar schneller als 61 km/h.

Die Messung hat auch ergeben, dass die Zahl der Verkehrssünder bei höheren Tempolimits kleiner wird. Dort wo 70 km/h erlaubt waren, fuhren 42 Prozent der Pkw-Lenker zu schnell, wobei die Durchschnittsgeschwindigkeit mit 69 km/h sogar unter der vorgegebenen Geschwindigkeitsgrenze liegt.

Bei einem vorgeschriebenen Tempo von maximal 100 gab es noch weniger Verkehrssünder. Nur jeder siebente Lenker hat die Grenze von 100 km/h überschritten, wobei fünf Prozent mit einer Geschwindigkeit von mehr als 103 km/h gefahren sind. Auf den Autobahnen fährt nur jeder Fünfte (21 Prozent) schneller als die erlaubten 130 km/h. (APA)

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